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Grevenbroich: Kita "Wirbelwind" wird kräftig erweitert

Grevenbroich : Kita "Wirbelwind" wird kräftig erweitert

Am 9. August starten im Wevelinghovener Familienzentrum an der Poststraße zwei weitere Gruppen – alle 45 Plätze, darunter sechs für U3-Kinder, sind vergeben. Damit wird sie die größte Kita der Stadt. Der Umbau läuft auf Hochtouren.

Am 9. August starten im Wevelinghovener Familienzentrum an der Poststraße zwei weitere Gruppen — alle 45 Plätze, darunter sechs für U3-Kinder, sind vergeben. Damit wird sie die größte Kita der Stadt. Der Umbau läuft auf Hochtouren.

Im Erdgeschoss kreischt eine Säge, die Küche wurde gerade angeliefert, auch in den Sanitärräumen wird gearbeitet. Der Endspurt läuft: Am Freitag, 9. August, beginnt der Einzug für die beiden neuen Gruppen des städtischen Familienzentrums "Wirbelwind" an der Poststraße. Bis dahin ist noch viel zu tun — doch Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements bei der Stadt, erklärt auf der Baustelle: "Wir werden rechtzeitig fertig." Lediglich einige Fassadenarbeiten sollen danach noch anstehen — doch die stören laut Architekt Heinz Berger den Kita-Betrieb nicht.

Das Familienzentrum "Wirbelwind" unter Leitung von Ute Luppa wird künftig der größte Kindergarten der Stadt sein. Bislang können dort — in einem früheren Schulgebäude — 77 Jungen und Mädchen, darunter 16 unter drei Jahren, spielen. Für die beiden zusätzlichen Gruppen — mit 39 Plätzen für Über- und sechs für Unterdreijährige — wird zurzeit ein Altbau an der Poststraße umgebaut. "Wir erweitern das Familienzentrum unter anderem mit Blick auf den Bedarf im Nachbarstadtteil Kapellen. Im Neubaugebiet dort leben viele Kinder", sagt Paul Janus vom Jugendfachbereich beim Rundgang. "Zusammen mit der neuen Tagesstätte der evangelischen Gemeinde in Kapellen, die 2014 eröffnet wird, werden wir die Versorgung mit Kindergartenplätzen im Raum Wevelinghoven/Kapellen deutlich verbessern", so Janus. In früheren Jahren hatten sich Kapellener Eltern beschwert, dass sie im Stadtteil und in Nachbarorten keinen Betreuungsplatz für ihr Kind finden konnten. Sämtliche neuen "Wirbelwind"-Plätze sind laut Janus bereits vergeben.

In dem alten Haus mit einer klassizistischen Fassade an der Poststraße war bereits früher ein Kindergarten untergebracht. Dann stand es weitgehend leer, im Dachgeschoss nutzt der Bürgerschützenverein Räume. 795 000 Euro investiert die Stadt nun in den Umbau. Neben den Gruppen- und Nebenräumen mit viel Tageslicht sind ein Ruhe-, ein Mehrzweckraum sowie ein Zimmer — beispielsweise für Elterngespräche — entstanden. Draußen wird noch eine Rampe für den barrierefreien Zugang geschaffen. "Das Haus wird nicht nur für den Kindergarten und die U 3-Betreuung hergerichtet, sondern auch energetisch saniert", betont Architekt Berger. Die Fassade wird gedämmt, die Fenster sind erneuert.

Eine besondere Herausforderung bei dem alten Gebäude mit Holzdecken: der Brandschutz. Das Kita-Gebäude hat eine Brandmeldeanlage und Brandschutzdecken erhalten, vom Obergeschoss führt eine Treppe als zusätzlicher Rettungsweg ins Freie.

Am 12. August soll dort der Kita-Betrieb starten. Danach stehen nach Auskunft von Dirk Schwarz vom Gebäudemanagement noch zwei Bauprojekte für städtische Kitas an: Der Neubau für die "Villa Kunterbunt" an der Hünselerstraße in Gustorf und der Umbau der Kindertagesstätte in Frimmersdorf.

(NGZ)