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Grevenbroich: Kita und Schule bilden ein Zentrum

Grevenbroich : Kita und Schule bilden ein Zentrum

Auf dem ehemaligen Hallenbad-Gelände wird bis Frühjahr 2014 eine neue Kita errichtet – für die Kinder der "Villa Bärenspaß". Die Einrichtung bietet auch Betreuung für Behinderte. Investiert werden rund 2,4 Millionen Euro.

Der Rohbau steht, doch noch müssen sich Erzieher, Kinder und Eltern der "Villa Kunterbunt" gedulden – auch wenn sie jetzt die Baustelle gesehen haben: "Im späten Frühjahr 2014" soll laut Stadtsprecher Andres Sterken das neue Gebäude für die Kindertagesstätte fertig sein. Sie weist dabei einige Besonderheiten auf: Zum einen bietet sie zehn Plätze für Kinder mit Beeinträchtigungen, zum anderen ist sie direkt an die Gemeinschaftsgrundschule "Erftaue" an der Hünseler Straße angegliedert. Damit ist sie die erste Kita im Stadtgebiet Grevenbroich, die die pädagogischen Angebote einer Kindertagesstätte mit denen einer Grundschule verbinden kann. Investiert werden rund 2,4 Millionen Euro; 150 000 Euro stammen aus Landes- und Bundeszuschüssen. Bürgermeisterin Ursula Kwasny schaute sich jetzt das Bauprojekt an.

In Gustorf und Gindorf hat sich die Kita-Landschaft verändert: Neben dem Ausbau für Unter-Dreijährige gibt es auch zwei Umzüge. So ist die Einrichtung "Zaubermühle" von der Mühlenstraße in die frühere Hauptschule in Gindorf umgezogen. Umgebaut wurde sieben Monate lang auch die katholische Einrichtung St. Maria Himmelfahrt: Sie stellte sich gestern erstmals öffentlich vor. Künftig bietet die katholische Kita sechs zusätzliche Plätze für zwei-jährige Kinder. Die größte Investition wird jedoch auf dem Areal des ehemaligen Hallenbads Gustorf getätigt: Dort entsteht ein zweigeschossiger Kita-Neubau für die Einrichtung "Vila Bärenspaß". Sie war zuvor von der Arbeiterwohlfahrt ("Awo") geführt worden. Nach der Übernahme durch die Stadt Grevenbroich wurde geplant, perspektivisch die Nutzung der früheren Arzt-Villa als Kita aufzugeben. Mehr Platz wird nicht nur für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gebraucht, sondern auch für zehn Kinder mit Handicap. Diese sollen aus dem gesamten Grevenbroicher Stadtgebiet kommen. Bisher wurden einige Plätze für behinderte Kinder in der städtischen Einrichtung in Frimmersdorf angeboten. Diese konnten dort aber ohne größere Investitionen nicht aufrechterhalten werden.

Gustorf hat einen großen Einzugsbereich. "Wir betrachten den Sozialraum Gustorf", hatte Rathaus-Sprecher Andreas Sterken auf die Frage nach dem Bedarf vor Ort erläutert. So würden etwa auch Eltern aus Neuenhausen, wo ein eigener Kindergarten fehle, ihren Nachwuchs in Gustorf anmelden. Im späten Frühjahr 2014 sollen die aktuell 75 Kinder, die jetzt in der Grundschule Auf dem Wiler untergebracht sind, zunächst umziehen. Dann soll ihnen die Gelegenheit gegeben werden, sich langsam an die neue Umgebung an der Hünseler Straße zu gewöhnen: Erst zum Start des Kindergartenjahres 2014/15 soll dann der erweiterte Betrieb mit den neuen Gruppen aufgenommen werden. Künftig wird es 18 Plätze für Kinder unter drei Jahren, zehn für Nachwuchs mit Handicap sowie 62 Betreuungsmöglichkeiten für Drei- bis Sechsjährige geben. Die Kooperation mit der Grundschule soll später starten. Nachdem jetzt der Rohbau in Parterre und erstem Geschoss, die Bodenplatte gegossen ist, folgen die Maler- und Innenarbeiten.

(NGZ)