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Grevenbroich: Kirmes-Hund fährt Skateboard

Grevenbroich : Kirmes-Hund fährt Skateboard

"Fley" kann Skateboard fahren, sogar Kopfball beherrscht sie. Klar, dass die Border Collie-Hündin von Schausteller Ralf ter Stegen auf Kirmesplätzen die Besucher begeistert. Ab morgen ist "Fley" auf der Grevenbroicher Kirmes.

Pfötchen geben — das macht sie nebenbei. Da hat Fley was ganz anderes drauf: Routiniert stellt sich die Border Collie-Hündin mit ihren Vorderfüßen auf das weiße Skateboard, gibt mit den Hinterbeinen Schwung — und rast los. "Auf mancher Kirmes fährt Fley auf dem Board über den ganzen Platz, da sind die Besucher natürlich überrascht", erzählt "Herrchen" Ralf ter Stegen (50). Der Mönchengladbacher baute gestern auf dem Grevenbroicher Kirmesplatz den Kinder-Autoscooter der vierter Generation aktiven Schaustellerfamilie auf. Natürlich war auch Fley dabei.

Ein Hund als Skater — das klingt nach langer Dressur-Arbeit. Doch von wegen: "Wir haben Fley das nicht beigebracht, das hat sie sich selbst abgeguckt", betont Ralf ter Stegen. Bei einem Verwandten-Besuch habe der Hund eine Cousine von ter Stegen skaten gesehen. "Auf einmal hat er sich das Skateboard geschnappt und ist losgefahren", berichtet der 50-Jährige, der übrigens in seiner Familie einen bekannten Fußballer hat: Borussen-Torhüter Marc-André ter Stegen (20) ist ein Cousin von ihm.

Ralf ter Stegen spielt dagegen kein Fußball, aber Fley ist ganz wild aufs Spiel. "Mit Bällchenwerfen hat das nichts zu tun", sagt der Schausteller und schießt den Ball Fley zu. Die dribbelt ihn mit den Vorderpfoten, gibt dann ab. Und bei Kopfbällen erreicht die sechsjährige Hündin mit ihrer Schnauze eine erstaunliche Zielgenauigkeit, das sieht schon nach einer Fußballkarriere aus.

Doch statt in Fußballarenen ist Fley vor allem auf Kirmesplätzen zu sehen, sie begleitet ihr "Herrchen" bei den Fahrten von Stadt zu Stadt. "In Wevelinghoven, wo wir jedes Jahr sind, kennen sie viele Besucher", sagt der Mönchengladbacher, der mit seiner Frau unter anderem auch einen Schießwagen betreibt.

Früher hatte die Familie Schäferhunde. "Doch es ist für viele Kirmesbesucher etwas anderes, ob ein Schäferhund oder ein Border Collie am Kassenhäuschen liegt." Zudem sei diese Rasse sehr agil. Auf Kirmeshündin Fley trifft das auf jeden Fall zu. Sie spielt auch Frisbee, nur dass sie natürlich nicht mit der Pfote, sondern der Schnauze fängt. Auch auf Pedalos ist die vierbeinige Sportlerin zuweilen unterwegs. "Das hat sie sich bei einem Kinderfest abgeguckt", so ter Stegen.

Etwa 15 Minuten am Tag übt er mit Fley die Kunststückchen, "doch nur, wenn sie will. Mit Zwang geht das nicht, das muss freiwillig sein." So bleibt Fley auf seine Frage "Wie macht die Katz?", das "Miau" schuldig, antwortet standesgemäß schwanzwedelnd mit "Wau."

Doch vielleicht spielt Fley bei der Grevenbroicher Kirmes ab morgen dem einen oder anderen Besucher den Ball vor die Füße und fordert ihn zum Spiel auf.

(NGZ)