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Kirche in Grevenbroich Hülchrath soll noch 2020 Giebelkreuz erhalten

Engagement in Grevenbroich : Kirche soll noch 2020 Giebelkreuz erhalten

Die Dorfgemeinschaft Hülchrath ist trotz der Corona-Beschränkungen mit mehreren Projekten aktiv. Nun sind die Ergebnisse des ehrenamtlichen Einsatzes sichtbar – unter anderem in einer neuen Grünanlage.

Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche Leben für mehrere Monate weitgehend lahm gelegt. Die Dorfgemeinschaft Hülchrath allerdings ist trotz aller Einschränkungen weiter aktiv. „Wir wollten während Corona nicht untätig sein“, erklärt Vorsitzender Albert Stromann. So wurde in den vergangenen Wochen die noch recht neue Grünanlage „Obspäddsche“ neben dem jüdischen Friedhof weiter gestaltet. Die Dorfgemeinschaft hatte vor einiger Zeit dort am Ortsrand unter anderem mehrere Obstbäume gepflanzt. „Das ist sozusagen unser Hülchrather Park“, sagt Stromann. Und der wurde um zwei Elemente erweitert. Zum einen errichteten Mitglieder der Dorfgemeinschaft Hülchrath dort ein Insektenhotel. Zum anderen wurden dort zwei Bienenstöcke aufgestellt. „Ein Mitglied der Dorfgemeinschaft hat sich mit der Imkerei beschäftigt“, erläutert der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. Wegen der Corona-Beschränkungen sei in kleinen Gruppen und mit genügend Abstand gearbeitet worden.

 Vom Giebelkreuz gibt es nun dieses Modell.
Vom Giebelkreuz gibt es nun dieses Modell. Foto: Dorfgemeinschaft Hülchrath

Auch ein weiteres Projekt der rührigen Dorfgemeinschaft kommt voran. Für das neue Giebelkreuz, das auf der Kirche St. Sebastianus erichtet werden soll, „hat Künstler und Steinmetz Robert Beerscht aus Münchrath jetzt ein Modell aus Basaltstein im Maßstab 1:3 geschaffen“, erläutert Stromann. Anhand des Modells lerne der Künstler kennen, wie sich das Material für das Kreuz bearbeiten lasse.

 Am „Obspäddsche“ steht jetzt dieses neue Insektenhotel.
Am „Obspäddsche“ steht jetzt dieses neue Insektenhotel. Foto: Dorfgemeinschaft Hülchrath

Das alte Kreuz ist noch auf Fotos aus den 50er Jahren zu sehen, war aber später, in den 60er Jahren, herabgestürzt. Nun soll die Kirche wieder ein Kreuz erhalten. Der Münchrather Künstler wird es nun anfertigen.

Die Dorfgemeinschaft sammelt das notwendige Geld. „Wir finanzieren das Projekt komplett mit Hile von Spendern und Sponsoren, in unsere Kasse greifen wir dafür nicht“, betont Stromann. Rund 10.500 Euro kostet das Vorhaben, „etwa 2000 Euro fehlen uns noch“. Unterstützung erhalten die Hülchrather auch in Form von Leistungen. „RWE etwa stellt einen Kran bereit, um das Steinkreuz aufbauen zu können.“ Und damit es nicht erneut in die Tiefe stürzt, werde es oben „mit einem verzinkten Stützfuß gesichert“. Möglichst noch in diesem Jahr soll alles fertig sein.