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Grevenbroich: Kinder individuell fördern

Grevenbroich : Kinder individuell fördern

Welche Schule ist die Beste für mein Kind? Welche Schwerpunkte werden wo gesetzt? Die NGZ stellt die weiterführenden Schulen in Grevenbroich vor. Heute das Pascal-Gymnasium am Schwarzen Weg.

Was muss ich theoretisch wissen, damit mein Roboter in der Praxis funktioniert? Das ist eine Frage, die sich die Fünftklässler am Pascal-Gymnasium auch gestern Nachmittag wieder stellten. Speziell Mädchen sollen bei den "Roberta"-Kursen lernen, neugierig mit Technik umzugehen. Das "Pascal" ist ZdI-Roberta-Zentrum im Rhein-Kreis, in Kooperation mit dem Frauenhofer-Institut.

"Roberta" ist "ein Beispiel für die innovativen Projekte an unserer Schule", sagt Manfred Schauf (55), der seit 2004 das Gymnasium leitet. Die Schule mit mehr als tausend Kindern und Jugendlichen auf nur einen Schwerpunkt — wie Sprachen, Naturwissenschaften, musisch-kreativer Bereich oder Sport — festzulegen, hält der Direktor nicht für sinnvoll: "Dazu ist das Angebot zu vielfältig, die Förderung der Schüler zu individuell geworden." Ein Bezug zum Namensgeber des Gymnasiums: Blaise Pascal war im Frankreich des 17. Jahrhunderts ein Universalgenie, forschte zu Mathematik, Theologie und Philosophie.

Zurzeit lernen 1145 Kinder und Jugendliche am Pascal. Seit August 2010 läuft der Schulbetrieb als "Gebundener Ganztag". Für Schüler und Lehrer heißt das: An drei Wochentagen steht bis 15 Uhr Unterricht auf dem Stundenplan — inklusive einstündiger Mittagspause und Möglichkeit zum Mittagessen in der neuen Mensa. Dienstags und freitags haben die Fünft- bis Achtklässler nach der vierten Stunde frei. Der Unterricht wurde auf 67,5-Minuten-Takt geändert. Ein Vorteil für Manfred Schauf: "In Stufe 7 bis 12 gibt es genauso viele Unterrichtsstunden wie am Halbtagsgymnasium und zudem Angebote wie Arbeitsgemeinschaften oder Förderstunden." Als weitere Zäsur nennt Schauf das "Turbo-Abitur" nach acht Jahren. Noch in dieser Woche will er bekanntgeben, wie das Abitur künftig am Pascal abgelegt werden kann.

Als UN-Dekade-Projekt 2009/10 hat sich das Gymnasium bereits um nachhaltiges Lernen bemüht — jetzt will sich die Schule als "UN-Projekt-Schule" bewerben. "Für die Schüler ergibt sichdie Chance, ein internationales Netzwerk nutzen zu können — mit Blick auf die Globalisierung interessant", so Schauf.

Sind Schulen heute anders als vor 20 Jahren? "Sie sind offener geworden", sagt der Pascal-Direktor. Beispiele seien Projekte wie "PasTeG", bei dem Zehntklässler und ältere Schüler — auch von anderen Schulen — Unternehmen und Einrichtungen wie das Raumfahrtzentrum Köln besuchen.

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(NGZ)