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Knauber-Freizeitmarkt schließt: Kein Mieter für Knauber-Markt

Knauber-Freizeitmarkt schließt : Kein Mieter für Knauber-Markt

Der Countdown läuft: Am Samstag, 17. Juli, schließt der Knauber-Freizeitmarkt nach knapp 15 Jahren seine Pforten. Die 20 Vollzeit- und insgesamt zehn Teilzeitbeschäftigten wechseln allesamt in den Neubau der wesentlich vergrößerten Filiale nach Pulheim.

"Im Laufe der Jahre haben wir unser Sortiment filialübergreifend ausgeweitet", erklärt Geschäftsführerin Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel. Und führt weiter aus: "Um dieses heute so präsentieren zu können, wie es unser Konzept vorsieht, hätten wir in Grevenbroich viel mehr Platz benötigt oder langfristig auf große Angebotsbereiche verzichten müssen." Eine Flächenerweiterung sei in den angemieteten Räumlichkeiten am Hammerwerk nicht realisierbar gewesen.

So habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, den ohnehin anstehenden Neubau der 25 Kilometer entfernten Pulheimer Filiale in punkto Größe, Sortiment und damit auch Personal "erheblich aufzustocken und Grevenbroich zu schließen". Das Knauber-Zentrum im neuen Pulheimer Gewerbegebiet umfasst eine Fläche von 11 500 Quadratmeter und wird voraussichtlich am 16. September seine Tore öffnen.

"Zu unserer Philosophie zählt ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die Mitarbeiter. So war bereits weit im Vorfeld der Schließung sicher gestellt, dass alle Kollegen ihre Anstellung behalten und ihren Einsatzort nach Pulheim verlegen werden", so der bisherige Marktleiter Claus Jacobs. Er selbst muss sich von seinem bisherigen Kollegenkreis verabschieden, denn Jacobs wird künftig als Sortimentsleiter im Bonner Haupthaus tätig sein.

Mit der Schließung des Knauber-Marktes verliert das Fachmarkt-Zentrum zwischen der Rheydter Straße und dem Hammerwerk seinen großen Magneten. Eigentümer der Immobilie ist die "Gemeinsame Versorgungskasse für evangelische Pfarrer und Kirchenbeamte" mit Sitz in Dortmund. Deren Sprecher, Ulrich Krickau, versichert, dass nach einem neuen Mieter für das Objekt am Eingang zum Stadtzentrum gesucht werde.

"Es liegt natürlich in unserem Interesse, dass dort keine Bauruine entsteht. Wir wollen schließlich eine vernünftige Rendite erzielen und müssen von daher so schnell wie möglich weitervermieten", so Krickau. Er könne sich vorstellen, dort einen mittelständischen Baumarkt mit Pflanzen-Center anzusiedeln. "Wir haben Makler und Projektentwicklung eingeschaltet und stehen mit möglichen Interessenten auch in Verhandlungen - doch bislang ohne konkretes Ergebnis."

Froh zeigte sich Krickau darüber, dass einige Leerstände im Zentrum gefüllt werden konnten. Im ehemaligen Küchen-Center konnte "Crazy Price" angesiedelt werden, im frei gewordenen Kik-Laden soll alsbald ein Autozubehör-Händler einziehen. wilp

(NGZ)