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Grevenbroich: Kaufland kommt für Toom

Grevenbroich : Kaufland kommt für Toom

Die Lebensmittelversorgung in der Innenstadt bleibt gewährleistet. Wenn Toom – der letzte Supermarkt in der City – seine Tore schließt, soll Kaufland übernehmen. Die Kette plant angeblich eine Millioneninvestition.

Die Lebensmittelversorgung in der Innenstadt bleibt gewährleistet. Wenn Toom — der letzte Supermarkt in der City — seine Tore schließt, soll Kaufland übernehmen. Die Kette plant angeblich eine Millioneninvestition.

Diese Mitteilung wird derzeit hinter vorgehaltener Hand unter Grevenbroicher Einzelhändlern verbreitet: Es gibt eine Lösung für die "Supermarkt-Ebene" des Montanushofs. Nachdem Toom Ende November wie angekündigt die Innenstadt verlassen wird, soll Kaufland übernehmen. Angeblich plant die Lebensmittel-Handelskette im nächsten Frühjahr die Eröffnung eines modernen Supermarkts mit Nonfood-Abteilung.

Neue Aufzüge für das Parkdeck

Nur ein Gerücht? Center-Manager Michael Pauly will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Aus dem Montanushof gibt es keine Bestätigung — aber auch kein Dementi. Und auch Andrea Kübler schweigt sich momentan aus. Die Sprecherin der Kaufland-Kette stellt jedoch für Mittwoch eine Pressemitteilung in Aussicht.

Die angekündigte Toom-Schließung hatte im Frühjahr heftige Reaktionen in der Innenstadt hervorgerufen. In Leserbriefen und am Heißen Draht der NGZ beklagten viele Bewohner und Kunden der City, dass mit Toom der letzte Lebensmittelhandel den erweiterten Bereich der Fußgängerzone verlasse — die Nahversorgung sei damit nicht mehr gewährleistet.

Diese Sorge ist wohl unbegründet. Nach Informationen der NGZ plant das Unternehmen Kaufland, das zur Schwarz-Gruppe (Lidl) gehört, in Grevenbroich eine Investition von etwa vier Millionen Euro. Dafür soll die 6000 Quadratmeter große Fläche im Untergeschoss des Einkaufs- und Freizeitzentrums auf den neuesten Stand gebracht werden. Für die Eröffnung wird angeblich der Zeitraum zwischen März und Mai ins Visier genommen. Kaufland soll neben Lebensmitteln, Frischfleisch und Obst auch Textilien und Hartwaren anbieten. Und auch Shops sind angeblich geplant — etwa für Backwaren und Zeitschriften.

Wie es aus zuverlässigen Quellen heißt, wird auch der Montanushof Geld in die Hand nehmen. Damit die Kunden bequem mit ihren Einkaufswagen von allen Ebenen des Parkdecks den Markt erreichen können, müssen vier neue Aufzugs-türme gebaut werden. Außerdem soll ein Dach zwischen Parkhaus und Center-Eingang gebaut werden, als Schutz gegen die Witterung. Kostenpunkt der Gesamtmaßnahme: etwa anderthalb Millionen Euro.

Die Firma Kaufland hat ihren Sitz in Neckarsulm. Derzeit unterhält der Konzern mehr als 850 Märkte in Deutschland sowie in Tschechien, Polen, Kroatien, Bulgarien, der Slowakei und in Rumänien. Die Geschäfte tragen dabei den Namen Kaufland, KaufMarkt oder Handelshof und verfügen jeweils über eine Fläche zwischen 2 500 und 15 000 Quadratmeter. Einer der nächsten Standorte befindet sich in der Stadt Bergheim.

(NGZ)