Karaoke mit Wunschzettel und Gitarre im Café Kultus Grevenbroich

Mitsing-Abend im Grevenbroicher Café Kultus : Ben Boles entwickelt das Live-Karaoke

Gewöhnliches Karaoke kennt jeder, Live-Karaoke gibt es jetzt im Café Kultus. Zur Gitarre werden dabei Lieblingssongs von Abba bis Zappa gesungen.

Laut schmetternd zur Musik vom Band selten Töne  treffen und dabei keine Furcht vor der Blamage zu haben, das ist nichts Neues und   als Karaoke überaus beliebt. Eine noch schönere Version mit weniger versungenen Noten hat Ben Boles entwickelt. Mit seiner Idee der Live-Karaoke gastiert der gebürtige Neurather jetzt im Café Kultus.

Den Live-Aspekt liefert nicht nur der Singende – „ich bin eine sechssaitige Jukebox“, umschreibt der 48-Jährige sich selbst in seiner Funktion als begleitender Gitarrist. Auch anders als beim herkömmlichen Karaoke ist der von Boles entwickelte ankreuzbare Wunschzettel. Auf diesem doppelseitigen DIN A4-Bogen sind, eng bedruckt, etwa 250 Lieder aufgelistet. „Das Repertoire reicht von Abba bis ZZ Top und umfasst Klangrichtungen mit Melodien von den Beatles bis Metallica“, beschreibt der Musiker. „Da sind tolle Sachen dabei“, schwärmt er über Stücke, die – wie „Gimme all you lovin“ – populär und mitsingkompatibel sind.

Boles selbst ist nicht bloß sicher was Rhythmus, Tempo und Noten angeht, er ist auch unterstützend als so etwas wie der Hintergrundsänger mit dabei. „Das ist halt das coole an der Gitarre, sie passt sich der jeweiligen Stimmlage an“, umschreibt er den unproblematischen Wechsel in die jeweils passende Tonlage. Aber nicht allein die bekannten Klassiker sind auswählbar.  „Von Udo Jürgens habe ich beispielsweise ein tolles Medley dabei. Das reicht vom ,Griechischen Wein’ über ,Ich war noch niemals in New York’ bis zum ziemlich unbekannten ,If I never sing another Song’. Damit beendete Sammy Davis Jr. 30 Jahre lang seine Konzerte.“

Der Mann mit den Grevenbroicher Wurzeln, der seines Berufs als Musiker wegen vor zehn Jahren nach Lüneburg gezogen ist, kam „quasi mit Geige im Arm“ auf die Welt, wie er seinen Weg in die Melodien beschreibt. „Mit 16 Jahren kam dann der Rock ’n’ Roll in mein Leben“, parallel dazu erlebte er einen Auftritt Freddy Mercurys mit Queen.  „Das war quasi die Initialzündung“, umschreibt er den Grundstein seiner späteren Berufswahl. Auf der Rheinschiene ist er mit seinem Johnny Cash-Programm beispielsweise mit Stefan Sträter populär, aktuell lief die kleine Weihnachtsrevue „Früher war mehr Lametta“.

Das ganze Musikuniversum ins Café Kultus zu bringen, freut ihn. „Ich bin ein Kind des Kultus“, erklärt er regelmäßige Auftritte. Mit  Chef Stefan Wehlings verbindet ihn eine langjährige Freundschaft, „wir haben zusammen beim Weltjugendtag 2005 vor dem Café musiziert“, erinnert sich Wehlings. Der Karaoke-Termin am 11. Januar ist nun nicht nur ein Wiedersehen zwischen den beiden, „ich spiele quasi in meinen Geburtstag hinein“, erzählt Ben Boles über seinen bevorstehenden Neunundvierzigsten. „Deshalb hoffe ich natürlich auch auf den Besuch vieler alter Bekannter.“

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