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Kanalbau in Grevenbroich: Die Kreuzung am Stüßgesend in Frimmersdorf ist wieder frei

Kanalbau in Grevenbroich-Frimmersdorf : Die Kreuzung am Stüßges End ist wieder frei

Der Abriss des Bunkers im Rahmen des Kanalbaus in Frimmersdorf ging schneller voran als erwartet. Die zentrale Kreuzung Am Stüßges End/Auf dem Leuchtenberg/Am Rückertsgraben ist jetzt wieder für den Verkehr freigegeben.

Vorher wurde eine provisorische Fahrbahndecke geschaffen. Weiter wegen der Bauarbeiten gesperrt sind Teile der Straße Auf dem Leuchtenberg.

Anfang Januar war der Kanalbau an der Straßeneinmündung An der Erfthalle gestartet. Im Auftrag der Gesellschaft für Wirtschaftsdienste (GWD) wird in mehreren Etappen eine Transportleitung bis Neurath geschaffen. Schon bald stießen die Arbeiter auf ein massives Hindernis – einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg mit rund 1,30 Meter dicken Betonwänden. „Die alte Luftschutzanlage ist, so weit für den Kanal nötig, abgetragen worden“, berichtet Abteilungsleiter Torsten Küpper von GWD. Der Kanal sei dort bereits verlegt, die Arbeiten seien bereits in Höhe der Ampel an der Sparkasse angekommen.

Nach der Entdeckung des Bunkers war die GWD noch davon ausgegangen, dass die Kreuzung bis in den März hinein gesperrt bleiben müsse. Nun fällt die Verzögerung deutlich geringer aus. Anderthalb Monaten konnten Autofahrer nicht mehr die Kreuzung am Stüßges End passieren, sie wurden über die Kreisstraße 39 in den Ort geleitet. Für viele Fahrer fällt dieser Umweg jetzt weg.

Eine Änderung steht auch bei den Linienbussen an. Laut Stadtsprecher Stephan Renner fahren sie ab kommender Woche nicht mehr über die Frankenstraße, die Ersatzhaltestellen dort fallen dann weg. „Die Linienbusse fahren ab nächster Woche wegen der Sperrung auf dem Leuchtenberg die frühere Umleitung über Am Rückertsgraben und In der Laag“, erklärt Stephan Renner. Ersatzhaltestellen gibt es dann wieder Im Bereich In der Laag und Im Hauster.

Der zurzeit laufende dritte Kanalbau-Abschnitt reicht bis zur Ecke Auf dem Leuchtenberg/Von-Hochstaden-Straße. Bis Mai sollen die Kanalbauer dort angekommen sein. Danach soll es weiter Richtung Neurath gehen.

Die Kosten für das aktuelle, dritte Teilstück liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Der unerwartete Abriss des Weltkrieg-Bunkers schlägt nun mit weiteren circa 80.000 Euro zu Buche. Das gesamte Kanalbauprojekt mit insgesamt sechs Abschnitten wird noch bis zum Jahr 2023 dauern. GWD investiert dafür insgesamt rund sechs Millionen Euro.