Grevenbroich: Kältewelle: Regiobahn friert im Depot ein

Grevenbroich : Kältewelle: Regiobahn friert im Depot ein

Ärger im Berufsverkehr: Am Montagmorgen fiel einmal mehr die Regiobahn in Richtung Neuss aus, viele Berufspendler kamen zu spät ins Büro. Der Grund für den Ausfall: Ein Zug war im Depot eingefroren.

Ärger im Berufsverkehr: Am Montagmorgen fiel einmal mehr die Regiobahn in Richtung Neuss aus, viele Berufspendler kamen zu spät ins Büro. Der Grund für den Ausfall: Ein Zug war im Depot eingefroren.

Um 6.09 Uhr sollte die RB38 am Haltepunkt Kapellen stoppen — doch die Bahn kam nicht. "Zum dritten Mal hintereinander", ärgert sich ein Pendler: "Schon am Donnerstag und Freitag fiel der Zug um diese Zeit aus." Viele Bahnkunden stiegen auf den Bus um, manche eilten nach Hause, um das Auto aus der Garage zu holen. Was die Nutzer neuer Medien ärgerte: Der DB-Navigator — die Handy-App der Bahn — zeigte um 6 Uhr noch an, dass der Zug pünktlich am Haltepunkt Kapellen einrollen sollte.

Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage der NGZ erklärte, seien die Züge in den vergangenen Tagen wegen "Frostschäden" ausgefallen: "Wenn die Züge nachts abgestellt werden, bildet sich Kondenswasser im Kompressor. Wenn das friert, starten die Triebwagen nicht." Zwar werden die Züge während der Nachtstunden an den Strom angeschlossen, damit Kühlflüssigkeit und Motor warm bleiben — doch: "Bei den derzeit extrem niedrigen Nachttemperaturen lässt sich das Einfrieren leider nicht vermeiden", so der Sprecher. Er könne sich für die Ausfälle daher nur entschuldigen.

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