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Grevenbroich: Kabeldieb legt Bahnstrecke lahm

Grevenbroich : Kabeldieb legt Bahnstrecke lahm

Fahrgäste der Regionalbahn 38 mussten Mittwoch auf dem Abschnitt zwischen Grevenbroich und Köln mit Beeinträchtigungen rechnen. Der Grund: Wegen einer Störung im Stellwerk Glesch bei Bedburg konnten die Triebwagen ab dem frühen Morgen bis zum Nachmittag nicht mehr zwischen Horrem und Grevenbroich verkehren.

Laut der Bahn-Pressestelle in Düsseldorf hatte ein Unbekannter ein für den Stellwerk-Betrieb notwendiges Kabel durchtrennt. "Wir haben bis Grevenbroich einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet", erklärt ein Bahn-Sprecher. "Die Züge werden seit etwa 5 Uhr über die Bahnstrecke von Köln-Ehrenfeld nach Grevenbroich umgeleitet." Von dort aus konnten die Züge auf dem gewohnten Weg in Richtung Neuss weiterrollen. "Wegen der Störung müssen die Fahrgäste mit längeren Fahrtzeiten rechnen", so der Sprecher am Mittwoch.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen: Nach Auskunft der Kölner Leitstelle der Bundespolizei hatte ein Unbekannter in der Nacht zu Mittwoch ein Lichtwellenkabel durchtrennt und zum Teil gestohlen. Der Sachschaden betrage mehrere tausend Euro. Ein Problem: Das Kabel könne nicht einfach geflickt werden, sondern müsse auf einer bestimmten Länge ausgetauscht werden.

Diebe machen immer wieder der Bahn zu schaffen: Vor zwei Jahren demontierten Metall-Diebe 180 Meter Ankerdraht von der Oberleitung zwischen Jüchen und Odenkirchen und legten so den Bahnverkehr auf der Strecke lahm.

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