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Grevenbroich: Jugendliche wollen bessere Skaterbahn

Grevenbroich : Jugendliche wollen bessere Skaterbahn

Kaum Skater oder Inline-Skater auf der Anlage an der Graf-Kessel-Straße: Patrick (20) zieht seine Kreise, versucht sich mit Inlinern an neuen Drehungen und Wendungen. Aber: "Der Belag ist zu körnig, davon gehen die Rollen schnell kaputt", meint er.

Sein Lehrer Daniele Severino teilt die Kritik: "Hier ist es einfach langweilig für Junge Leute, es gibt zu wenig Abwechslung", sagt der Mann aus Bergheim.

Ruhe an der Skateranlage direkt an der katholischen Grundschule freut zwar die Nachbarn. Aber ein unattraktiver Skatertreff ist Platzverschwendung — und für Grevenbroicher Jugendliche fehlt damit eine weitere Anlaufstelle in der Stadt.

Bereits seit 2009 wird über eine Alternative nachgedacht. Im Gespräch ist ein Umzug nah an den Stadtstrand "Evita Beach". Eine Fläche dort würde mehrere Vorteile bieten: Zum einen liegt sie zwar zentral, aber nicht mitten in einer Wohngegend, könnte also besser genutzt werden. Zum anderen gibt es dort mehr Platz. Neben Quarterpipes für Skater könnte eine Trainingsmöglichkeit für BMX-Fahrer geschaffen werden. Ein Problem: Grevenbroich kann sich dies als Nothaushaltskommune nicht leisten. Ein solcher Treff für junge Freizeitsportler würde in einem ersten Schritt 5000 Euro kosten.

Die Pläne für eine neue Anlage hinter die Spielspinne sind bereits fertig; sie wurden gemeinsam mit Jugendlichen und mit dem Jugendamt entwickelt. Doch: Ohne weitere Geldgeber bleiben BMX-Bahn und Co ein Traum. Bisher hatte etwa Norbert Gand vom Jugendförderverein die Chance auf finanzielle Unterstützung signalisiert.

Und Inliner Patrick? Er rollt weiter über den fast leeren Asphaltplatz.

(NGZ/rl)