Grevenbroich: Jugendliche lernen Politik kennen

Grevenbroich: Jugendliche lernen Politik kennen

Die Stadt startet am 21. Februar das erste Kommunalpolitische Praktikum.

Wer entscheidet darüber, ob die Turnhallen am Abend für Jugendliche freigegeben werden können? Oder ob es ein attraktives Freizeitangebot auf dem Außengelände des Schlossbades geben wird? Um solche und andere Fragen geht es beim Kommunalpolitischen Praktikum (KoPa), das die Stadt ab Mittwoch, 21. Februar, erstmals für junge Leute ab 15 Jahren anbietet. Ziel dieser Aktion ist es, Jugendlichen nahe zu bringen, wie Politik funktioniert - und sie für ein Mitwirken in einer Partei oder Wählergemeinschaft zu begeistern.

"Das Programm wird sich über vier Tage erstrecken", sagt Salome Menzel, Mitarbeiterin der Alten Feuerwache. Am ersten Tag lernen die Jugendlichen den Bürgermeister kennen. Danach wird abgestimmt, über welche Themen sie diskutieren möchten - und in anschließenden Gesprächen mit Politikern sollen die jungen Leute herausfinden, welche Ratsfraktion am besten zu ihnen passt. Am 26. und 27. Februar werden die Teilnehmer an internen Treffen "ihrer" Fraktion teilnehmen und an einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses teilnehmen.

"Nachdem die Jugendlichen einen Einblick in die Abläufe politischer Entscheidungen erhalten haben, können sie sich am 3. März in verschiedenen Rollen an realitätsnahen Themen ausprobieren", sagt Menzel. Dafür werden sie den Bernardussaal nutzen, in dem der Rat und seine Ausschüsse tagen.

  • Neuss : Schüler sollen im Praktikum Politik lernen

Unter anderem wird es um die Frage gehen, ob das neue Schlossbad mit einem Freizeitangebot für Jugendliche ausgerüstet werden soll. "Das wird ohne eine Erhöhung des Eintrittspreises kaum machbar sein", sagt Menzel, die eine spannende Debatte erwartet. Und Christian Abels, Fachdienstleiter für die Kinder- und Jugendförderung, meint: "Das Praktikum ist eine gute Möglichkeit, junge Menschen mit kommunalpolitischen Themen und Strukturen vertraut zu machen."

Das Angebot ist auf 50 Teilnehmer begrenzt. Anmeldungen unter Telefon 02181 608648, per WhatsApp unter 0163 4001717 oder per E-Mail an die Adresse "salome.menzel@rheinflanke.de"

(von)