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Jugendarbeit in Grevenbroich: GoT-Ferienfreizeit mit Nachhilfe.

Jugendarbeit in Grevenbroich : GoT-Ferienfreizeit mit ein wenig Nachhilfe

Die Jugendfreizeiteinrichtung St. Josef ist unter Corona-Auflagen ins Sommerprogramm gestartet. Statt 120 dürfen nur 40 Kinder pro Woche kommen. Und der Tag beginnt damit, dass Lernstoff nachgeholt wird.

Ganz normale Dinge wie Freunde treffen und Spielen waren in der ersten Ferienwoche der Sommerferienfreizeit in der Offenen Kinder- und Jugendfreitzeiteinrichtung St. Josef (GoT) für die teilnehmenden Kinder besonders wichtig. Und auch wenn alles anders ist, die Gruppen kleiner und der Tag penibel durchstrukturiert war, kam das Angebot der GoT, an der 40 Kinder im Alter von 6-12 Jahren teilnahmen, sehr gut an.

Und so klingt Einrichtungsleiter Gottfried Bongers ganz zufrieden. „Ich will nicht klagen. Wo sonst 120 Kinder toben, war es jetzt sehr übersichtlich. Aber es war gut. Wir haben alle Anfragen berücksichtigen können“, erklärt der Einrichtungsleiter. Die waren nicht so zahlreich wie in den Jahren zuvor. Über Gründe kann er nur mutmaßen. „Vielleicht ist es nicht bei allen angekommen, dass wir die Ferienfreizeit anbieten“, so Bongers. Die anwesenden Kinder schienen jedoch froh zu sein, etwas außerhalb von zu Hause unternehmen zu können. Freunde treffen und Spielen sei doch für Kinder enorm wichtig. Bongers ging’s ähnlich. Es fand es traurig, wenn eine Jugendeinrichtung nicht offen steht und ohne Kinder und Jugendliche leer und verwaist ist. Das sehen auch seine Helfer so, die recht selbstständig arbeiteten und das vielfältige Angebot stemmten.

Zu ihnen gehörten Schüler, Studenten und ehemalige FSJ-ler, die einfach so teilnehmen, nur um zu helfen. Auf dem Programm stand vormittags verpflichtend für alle Kinder die Schülernachhilfe. „Dafür hatten wir von der Grundschule St. Josef Lernmaterial bekommen“, erzählt Bongers. Das sei bei den Eltern gut angekommen. Die Kinder mussten am ersten Tag überzeugt werden.“ Nach ein paar Tagen lief es besser. Schließlich hatte sich das Team zum Thema Wasser und Ökologie Spiele einfallen lassen und auch das Rechnen an praktischen Beispielen trainiert. Nachmittags ging’s zum Minigolf oder zur Soccerhalle nach Gustorf.

Freitags fällt das Lernen aus. Dann geht’s zum Lasertag nach Bedburg, wo die Kids ausgestattet mit Westen und Infrarotsensoren durch ein Labyrinth toben dürfen. Neu war, dass Eltern draußen blieben. Aber auch das fand Christoph Bongers gar nicht so schlecht: „Es fördert die Selbstständigkeit der Kinder“. Morgens habe er den Nachwuchs am Eingang in Empfang genommen und telefonisch für Eltern tagsüber zur Verfügung gestanden. Das klappte gut. Zufrieden wirkt auch Nick (10). „Trotz Corona“ findet er die Ferienfreizeit im GoT „richtig gut“. Alles sei geregelt. „Die Kinder müssen sich die Hände desinfizieren. Von zehn bis 12 wird gelernt. Dann gibt’s Essen und danach wird gespielt“, erzählt der Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule.

Wenn er mit seinen Freunden Emal, Efe und Marian spielt, darf er das ohne Maske tun. Toll findet er es, Kicker oder Basketball zu spielen oder einen Bumerang zu werfen.