Grevenbroich: Jürgen Schmidt lässt wieder morden

Grevenbroich: Jürgen Schmidt lässt wieder morden

"Zwentibolds Rache" heißt der zweite Krimi des Grevenbroicher Autoren.

Jürgen Schmidt hat es wieder getan: Er schickt seinen Privatdetektiv Andreas Mücke erneut auf Mödersuche. "Zwentibolds Rache" heißt der neue Krimi, der aus der Feder des Grevenbroicher Hobby-Autoren stammt. Im Brotberuf arbeitet der 60-Jährige mit Behinderten, nach Feierabend ersinnet er gerne eigene Geschichten. "Am liebsten weitestgehend um Themen, von denen ich Ahnung habe." Deshalb ist der Ermittler zum Beispiel ein Privatdetektiv und kein Kriminalbeamter. "Da kenne ich mich mit Dienstgraden und Ähnlichem nicht aus. Und ehe ich was Falsches schreibe, schreibe ich es gar nicht."

Zur Literatur ist der Grevenbroicher, der in Bad Münstereifel berufsbedingt seinen Zweitwohnsitz hat, durchs Interesse gekommen. "Die Bücher von Siegfried Lenz habe ich von Anfang an gemocht, und Jurek Becker mag ich, weil er sich mit so tollen Themen beschäftigt." Als Romancier hat er sich in seinem allerersten Buch versucht, auf Hinweis des betreuenden Lektors, aber dann verschrieb er sich dem spannenden Genre.

"Immer wie es passt" setzt sich Jürgen Schmidt an seinen Computer, um "Ideen als Geschichten zu realisieren". Fertig ist ein Abschnitt dann, "wenn ich mit den Formulierungen zufrieden bin, mitunter dauert das länger". Deshalb hält er sich für "kein Supertalent, vieles gleiche ich mit Fleiß aus".

Die aktuelle Story thematisiert den Hochzeitstag einer gewissen Claudia mit ihrem Bernd, der durch den peinlichen Auftritt eines alkoholisierten Schriftstellers gestört wird. Kurz darauf muss Detektiv Andreas Mücke einen Mord aufklären. Anders als der Erstling lassen sich die Schauplätze diesmal in Bad Münstereifer nachzeichnen. "Aber in Zukunft wird es auch wieder was aus Grevenbroich geben", verspricht er. Ein Wiedersehen in der Schlossstadt steht anlässlich der Neupublikation an: Jürgen Schmidt wird am 26. April in der Stadtbücherei aus seinem aktuellen Krimi vortragen. "Darauf freue ich mich."

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