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Jörn Precht liest aus "Geheimnis des Dr. Alzheimer" in Grevenbroich

Prominenter Besuch in der Stadtbücherei : Autor und Regisseur Jörn Precht liest bei „Leselust“ in Stadtbücherei

Jörn Precht, der sich als Regisseur und Filmproduzent längst einen Namen gemacht hat, ehe er im vergangenen Jahr seinen ersten Roman publizierte, liest nun in Grevenbroich aus seinem Alzheimer-Roman.

Einmal im Monat trifft sich Grevenbroichs literarisches Quartett um Elfriede Wolff, Inge Queisser, Hannelore Schwalen und Ulrich Vesper in der Stadtbücherei, um über Bücher zu sprechen. Mal lauten die Themen „Sommerzeit“ oder „Glück gehabt“, manchmal sind die Termine aber auch titellos, weil ein Überraschungsgast ansteht.

Als solcher wird im kommenden Monat Jörn Precht erwartet. Er hat sich als Regisseur und Filmproduzent längst einen Namen gemacht, ehe er im vergangenen Jahr seinen ersten Roman publizierte. Zum Auftakt der Aktionswoche Welt-Alzheimertag liest der 51-jährige Baden-Württemberger am Donnerstag, 6. September, ab 18 Uhr, an der Stadtparkinsel aus dem von ihm verfassten „Das Geheimnis des Dr. Alzheimer“, „dem wohl einzigen fiktionalen Roman, der sich mit dem Entdecker der nach ihm benannten Krankheit beschäftigt“, wie der Professor berichtet, der an der Hochschule der Medien in Stuttgart lehrt.

Als Dozent ist er „gewohnt, vor anderen zu sprechen. Aber eine Lesung ist ganz etwas anderes“, sagt er über „unmittelbaren Kontakt“ und – thematisch bedingt – berührende Begegnungen. „Oft sitzen in den ‚Dr. Alzheimer’-Lesungen Menschen, in deren Umfeld es Betroffene gibt.“ Die „direkten Kontakte mit den ansonsten ja so unbekannten Lesern“ mag er – und freut sich auf Begegnungen mit Grevenbroichern.

Übrigens wird der Roman fortgesetzt: Zusammen mit einer Ko-Autorin ist Precht weiter schriftstellerisch tätig gewesen, das Ergebnis wird voraussichtlich im November als „Die Villa am Elbstrand“ erscheinen. Die erste Geschichte, endet im Jahr 1910. Wie Dr. Alzheimer den Ersten Weltkrieg erlebt, beschreibt nun „Die Villa am Elbstrand“. Und aufgrund der bereits jetzt „guten Resonanz“, sprich im Verlag eingegangenen Vorbestellungen, ist auch von der „Villa“ eine weitere Fortsetzung geplant.

Dass Jörn Precht erstmalig in Grevenbroich gastiert, ist übrigens auch Michael Dörr zu verdanken. „Er hat mich angefragt“, erinnert sich Autor Precht. „Michael Dörr war bei uns mal als Überraschungsgast dabei“, erinnert Ulrich Vesper an den Abend mit dem Arzt und Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Anlässlich des bevorstehenden Welt-Alzheimertages hatte Dörr den Kontakt zu Precht geknüpft und anschließend bei Kulturamts-Vize Elke Wowra nach einem Auftrittsort gefragt. „Und Elke Wowra schlug die nächste ‚Leselust’ vor“, erklärt Ulrich Vesper weshalb Jörn Precht nun auch in Grevenrbroich vorlesen wird.