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Japan 2020: Junge Ehrenatmler bringen Olympische Spiele nach Grevenbroich

Junge Ehrenamtler : Olympische Spiele in Grevenbroich

Junge Ehrenamtler aus zwei Vereinen haben die Olympichen Spiele für Kinder nachgestellt. Im Sommer reisen sie nach Tokio und wohnen im Jugendcamp der Sportjugend NRW.

Für Hanna Schillings aus der Badminton-Abteilung des TV Jahn Kapellen steht eine besondere Reise bevor. Die 20-Jährige fährt im Sommer nach Tokio, um im Jugendcamp der Sportjugend NRW zu wohnen. So erlebt sie die Olympischen Spiele in Japan hautnah und kommt mit vielen jungen Menschen aus Japan und anderen Ländern in Kontakt.

Schillings ist Teil einer Gruppe von insgesamt 120 jungen Menschen, die sich in Sportvereinen in NRW engagieren und die Chance bekommen, das größte Sportereignis der Welt vor Ort zu erleben. 14 Tage lang wohnt sie in einem Hostel mitten in Tokio, teilt sich ihr Zimmer mit bis zu sechs Personen. „Die olympische Idee und das verbindende Gemeinsame von jungen Menschen aus Deutschland und Japan ist der Grundgedanke für die inhaltliche Ausgestaltung des Jugendcamps“, sagt Schillings.

Zum Programm gehören unter anderem ein traditionelles japanisches Essen sowie zwei Ausflüge in Tokio oder Umgebung. Highlight der Reise sind die Besuche bei Wettkämpfen der Olympischen Spiele. Schillings bekommt zwei Tickets. Welche Wettkämpfe sie sieht, wird das Los entscheiden.

Um sich auf den Trip vorzubereiten, besuchte Schillings bereits einen mehrtägigen Workshop, an dem sie auch die anderen Teilnehmer kennenlernte. „An diesen Tagen erhielten wir jede Menge Informationen zum Jugendcamp in Tokio, zum Gastgeberland Japan und natürlich auch zu den Olympischen Spielen“, sagt sie. Zudem absolvierte sie einige japanische Sportarten. „Sumoringen, Kendo, Judo, Taiko und vieles mehr stand auf unserem Programm“.

Um die Idee von Olympia in die Heimat zu bringen und die Kinder der Vereine teilhaben zu lassen, organisierte Schillings gemeinsam mit Christina Steinert und Lars Schillings vom TV Germania in Wevelinghoven einen regionalen Japantag. „Lars, Christina und ich haben zusammen mit Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren unsere eigenen regionalen Olympischen Spiele abgehalten“, berichtet sie. Die Kinder konnten sich an vielen Sportarten probieren: Hammerwurf, Hürdenlauf, Sumoringen, Judo, Weitsprung und Weitwurf. Begonnen hat der Tag mit einem klassischen Fackellauf. Auch eine Präsentation über Tokio beziehungsweise die Sommerspiele 2020 sowie ein anschließendes Quiz zu den olympischen Themen gehörten zum Programm der Gruppe.

(jlu)