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Grevenbroich: Initiative protestiert gegen Wasserpreis

Grevenbroich : Initiative protestiert gegen Wasserpreis

Die Interessengemeinschaft "Fairer Gaspreis" hat ein neues Aktionsfeld: Sie schaltet sich in die Diskussion um die Erhöhung des Trinkwasserpreises des Gas- und Wasserwerks (GWG) Grevenbroich ein.

In einem Brief, der auch an die Fraktionen ging, fordert die Initiative Bürgermeisterin Ursula Kwasny auf, mitzuteilen, wie sie das Preisproblem beurteilt und was sie gegen "unberechtigte Preiserhöhungen" zu tun gedenkt. Die Vermutung von "Fairer Gaspreis": mit dem Aufschlag werde der Schlossbad-Neubau mitfinanziert.

Viele Grevenbroicher waren verärgert, als sie ihre Trinkwasser-Abrechnung studierten: GWG hatte den Grundpreis in den Zonen Kernstadt und Süd von 5,47 auf 10,59 Euro im Monat fast verdoppelt. Die Begründung: RWE Power habe einen höheren Leistungspreis gefordert, dies mit zwölf Millionen Euro Investitionen fürs Wasserwerk Fürth begründet.

"Eine Vielzahl von Bürgern hat uns angerufen. Viele Kunden haben weniger Wasser verbraucht und müssen dennoch nachzahlen, da die Kosten exorbitant gestiegen sind", so Winfried Süme von der Initiative, der auf die Doppelrolle von RWE hinweist: "GWG gehört zu rund 30 Prozent RWE. Hier soll wohl nach unserer Meinung aufgrund des Monopols eine Preiserhöhung zur Gewinnmaximierung erfolgen. Der erhöhte Gewinn fließt teilweise über die Stadtentwicklungsgesellschaft in den Haushalt, so soll vielleicht der Bau des Bades von Bürgern vorfinanziert werden."

GWG gehört zu 60 Prozent der Niederrheinischen Versorgung und Verkehr, an der ist RWE Deutschland mit rund 43 Prozent beteiligt.

(NGZ)