Grevenbroich: Initiative fordert Ersatz für die Erfthalle

Grevenbroich : Initiative fordert Ersatz für die Erfthalle

Die Stadt hat die Abrisskosten für die Erfthalle in Frimmersdorf ermittelt: Nach Darstellung der Verwaltung wird der Abbruch mit etwa 300 000 Euro zu Buche schlagen. Weitere 50 000 bis 100 000 Euro seien notwendig, um einen Kirmesplatz anzulegen.

Wie berichtet, hatten sich CDU und SPD im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden Ratssitzung für einen Abriss der Halle und den Bau eines Festplatzes ausgesprochen. Zudem soll gemeinsam mit Bürgern und Vereinsvertretern ein Zukunfts-Konzept für Frimmersdorf entwickelt werden.

Für einen solchen Dorfentwicklungsplan gibt es möglicherweise Fördergelder des Landes, sagt Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Der Rat soll die Stadtverwaltung beauftragen, einen entsprechenden Antrag an die Bezirksregierung Düsseldorf zu stellen. Kwasny selbst hatte in den vergangenen Monaten mit drei potenziellen Käufern für die Erfthalle verhandelt.

Zuletzt hatte sie im Februar die Halle den Vertretern eines Unternehmens für Fachmessen und Galaabende vorgestellt. Doch die winkten genau so ab wie die vorherigen beiden Interessenten: "Alleine für die bauliche Herrichtung der Halle hätte die Firma bereits 1,4 Millionen Euro aufwenden müssen — ohne die Kosten für den Brandschutz", so die Bürgermeisterin.

Vertreter der Initiative zum Erhalt der Erfthalle formulierten vor der Ratssitzung eine Forderung: Sie wollen einen Ersatz für die Erfthalle. Diese müsste aber vor dem Abbruch realisiert werden, da sonst die Gefahr bestehe, "dass uns irgendein Hinterzimmer oder aber keine Lösung angeboten wird".

(NGZ/rl)