Grevenbroich: Initiative ärgert sich über neue Schmierereien im Schanze-Tunnel

Grevenbroich: Initiative ärgert sich über neue Schmierereien im Schanze-Tunnel

Eine Initiative, die sich um Ulrike Oberbach und Andrea Wendtland gebildet hat, kümmert sich seit einigen Jahren liebevoll um den Schanze-Tunnel. Die Unterführung wird von vielen Fußgängern genutzt, die aus Neuenhausen und der Südstadt zur Innenstadt wollen. Mittlerweile sorgt eine Reihe von Ehrenamtlern dafür, dass der Tunnel sauber bleibt und ordentlich aussieht. Doch immer wieder müssen Rückschläge hingenommen werden.

Alina Jansen (11) und Stella Hocks (11), die noch vor wenigen Monaten mit ihren Eltern und anderen Aktiven dabei geholfen haben, den Tunnel auf Vordermann zu bringen, ärgern sich nun über Graffiti-Schmierereien, mit denen Unbekannte am vergangenen Mittwoch die weiß gekachelten Tunnelwände verunstalteten. "Als wir morgens zur Schule gingen, war es noch sauber", schildert Alina. "Nachmittags war dann alles besprüht." Eine traurige Sache, berichtet Stella: "Denn es kostet sicherlich viel Geld, damit die Schmierereien wieder weggemacht werden können." Das sei völlig unnötig, meint die Schülerin des Erasmus-Gymnasiums.

Ulrike Oberbach hat sich wegen der Schmierereien mit der Stadtverwaltung in Verbindung gesetzt. Im Rathaus ist mittlerweile Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt worden. Die ehrenamtlichen Tunnel-Freunde hoffen nun darauf, dass es über die "Tags" - die Unterschriften der "Künstler" - möglicherweise Hinweise aus der Szene auf die Verursacher geben könnte.

"Wir versuchen, den Tunnel attraktiver zu gestalten - auch um damit den Bürgern etwas die Angst vor der engen Unterführung zu nehmen", berichtet Ulrike Oberbach von der Initiative, die immer mehr Freunde findet. Das Gelände wird sauber gehalten, es wurden zusätzliche Mülleimer aufgestellt und das Umfeld wurde mit Blumen bepflanzt. Auch eine Skulptur aus der Werkstatt des Grevenbroicher Künstlers Jörg Schröder haben die Ehrenamtler mittlerweile auf eigene Kosten aufstellen zu lassen.

Dass es immer wieder zu Schmierereien kommt, ärgert die Aktiven. "Mehrfach schon mussten Graffitis von Bundesfreiwilligendienstlern der Stadt und uns weggemacht werden", schildert Ulrike Oberbach. "Leider scheinen die weißen Wände immer wieder neue Sprayer anzulocken", beklagt sie. Ihre Bemühungen für den Tunnel aufgeben, das wollen die Südstädter aber nicht.

(wilp)