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Ferienprojekt für Mädchen: Infos zum Surfen, mailen und chatten

Ferienprojekt für Mädchen : Infos zum Surfen, mailen und chatten

Bitte einsteigen, Türen schließen und auf in die Weiten des Datennetzes Grevenbroich. Dunja, Laura und Maya sitzen im Bus. Doch ihr Fahrziel ist ungewöhnlich: Sie haben ein Ticket für die Datenautobahn gebucht. Für knapp drei Stunden üben sie mit 17 anderen zehn- bis 14jährigen Mädchen, sich mit Tastatur und Maus durch die unübersichtlichen Weiten des Internet zu bewegen. Eva Langer, Dozentin vom mobilen Internetcafé "linie i", betreut zurzeit ein Ferienprojekt für Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren. Bei ihr lernen die 20 Teilnehmerinnen am eigenen Arbeitsplatz, wie sie im Internet surfen, chatten und elektronische Post verschicken können. NGZ-Foto: H. Jazyk

Bitte einsteigen, Türen schließen und auf in die Weiten des Datennetzes Grevenbroich. Dunja, Laura und Maya sitzen im Bus. Doch ihr Fahrziel ist ungewöhnlich: Sie haben ein Ticket für die Datenautobahn gebucht. Für knapp drei Stunden üben sie mit 17 anderen zehn- bis 14jährigen Mädchen, sich mit Tastatur und Maus durch die unübersichtlichen Weiten des Internet zu bewegen. Eva Langer, Dozentin vom mobilen Internetcafé "linie i", betreut zurzeit ein Ferienprojekt für Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren. Bei ihr lernen die 20 Teilnehmerinnen am eigenen Arbeitsplatz, wie sie im Internet surfen, chatten und elektronische Post verschicken können. NGZ-Foto: H. Jazyk

Zum ersten Mal wurde jetzt dieses Ferienangebot speziell für Mädchen mit der "Linie i", dem mobilen Internet-Cafe, von Ute Hardenbicker, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Grevenbroich, und Hilde Seuring von der Jugendförderung. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz", so die beiden Initiatorinnen. Die Nachfrage sei so groß gewesen, dass jeden Tag zwei Kurse angeboten werden müssen. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Mädchen und Jungen bei diesen ersten Schritten im Internet zu trennen", so die Gleichstellungsbeauftragte.

Jungen seien oft in diesem Bereich schon forscher, Mädchen eher zurückhaltend. Und wenn beide gemeinsam vor der Tastatur säßen, seien es eben oft die Jungen, die die Maus in der Hand hätten - und damit bestimmten, wo's langgeht. Doch gestern konnten Laura (9) und die zehnjährige Dunja selbst bestimmen, wohin ihre Internet-Reise geht. "Wir haben in dem ,FFerienpass'-Prospekt von dem Einsteigerkursus gelesen", erzählt Dunja. Auch wenn sie selbst, anders als ihre Freundin, noch keinen eigenen Computer zum Surfen hat, wollte sie schon mal etwas mehr über Mailen, Chatten und die Nutzung von Suchmaschinen lernen.

"Dann weiß ich schon mal etwas, wenn ich meinen eigenen PC bekomme", freut sich die Zehnjährige. Nun versuchen die beiden Freundinnen, mit den anderen Buspassagieren in virtuellen Kontakt zu treten. "i-Linie"-Dozentin Eva Langer erklärt den Mädchen gerade, wie sie elektronische Post schreiben und versenden können. "Nur so" schreibt Maya als Betreffzeile in ihren ersten Internet-Brief. Sie arbeitet zum ersten Mal am Computer und verfolgt konzentriert, was die Dozentin am Beamer demonstriert und erklärt. Jetzt wartet sie gespannt auf eine Antwort.

Neben ihrem Computer, dem "PC 08", hat sie eine kleine Liste mit Internet-Adressen liegen. Diese will sie anschließend im Netz besuchen, um so mehr über die Serienstars von "GZSZ" ("Gute Zeiten, schlechte Zeiten") oder das Angebot des "Kinderkanals" zu erfahren. Gezielt nach Informationen im "Datennetz" fischen, Post versenden und chatten sind denn auch die drei Tätigkeiten, die die Internet-Einsteigerinnen im "i-Bus" erlernen sollen.

Dunja und Laura sind jedenfalls stolz auf ihr neues Wissen. "Wegen der großen Resonanz planen wir eine baldige Wiederholung", kündigen Ute Hardenbicker und Hilde Seuring an. Wenn der dichte Fahrbahn der "Linie i" es zulässt, soll er bereits in den Herbstferien wieder in der Schloss-Stadt Station machen. busch

(NGZ)