In Wevelinghoven: 3400 Feiernde beim Grevenbroicher Oktoberfest

Oktoberfest : Wiesn-Gaudi in Wevelinghoven

Seit 13 Jahren ist das Oktoberfest in Wevelinghoven Anziehungspunkt für Feierwütige von Nah und Fern. 3400 sind es diesmal.

Der Weißwurstäquator ist verrutscht. Erfolgreiche Oktoberfeste werden auch in Grevenbroich gefeiert. Und so pilgerten am vergangenen Samstag 1400 Feierwütige in Trachten in das Festzelt an der Zuckerfabrik, in dem Marc Pesch seit 13 Jahren das Grevenbroicher Oktoberfest veranstaltet. „Die Besucherverteilung ist in diesem Jahr allerdings sehr ungewöhnlich: Am ersten Samstag haben wir nun 1400, in der kommenden Woche werden es 2000 sein. Für diesen Termin gibt es auch lediglich noch Stehplätze im Kartenvorverkauf“, so Pesch.

Zur Eröffnung schwang Bürgermeister Klaus Krützen fachmännisch den Hammer und stieß das Bierfass mit zwei gekonnten Schlägen an, unter dem Jubel der Sponsoren und der Grevenbroicher Wiesn-Königin Jil Feuster, die aus Bewerberinnen in den sozialen Medien ausgewählt wurde. „Wir freuen uns sehr, dass sich jedes Jahr hübsche junge Frauen dazu bereit erklären“, so Pesch. Für viereinhalb Stunden zünftige Partymusik sorgte zum achten Mal in Folge die Band „Brandig“ aus Reit im Winkel, mit dem malerischen Touristenort in den Bergen besteht eine freundschaftliche Kooperation. „Es ist schon verrückt im positivsten Sinne: 733 Kilometer von Grevenbroich entfernt wird die Werbetrommel für unser Oktoberfest gerührt.“ Insgesamt hat Pesch bei acht Oktoberfesten im Rhein-Kreis und der Umgebung die Lederhosen an, nun wird der Abschluss der Saison zelebriert.

Jedes Jahr ein bisschen mehr: mehr Dekoration, mehr Musik, mehr Programm, mehr Spaß, mehr Authentizität, wie der Veranstalter betont: „Wir haben drei volle Tage lang das Zelt dekoriert und versuchen, von Jahr zu Jahr eine Schüppe draufzulegen, um den Gästen stets etwas Neues zu bieten.“ Natürlich seien die Dimensionen deutlich kleiner als beim Münchener Vorbild, wo sich allein auf 200 Quadratmetern halbe Hähnchen und Ochsen am Spieß drehen. Doch auch in Grevenbroich gibt es typisches Oktoberfestessen, neben Obatzder auch Bratwurst, Leberkäs oder Schweinsbraten. Nebenan konnten Alpen-Fans Bergkäse oder Schnäpse direkt aus der Region am Stand der Genussfaktur von Andreas Lang kaufen, der sein Geschäft in Wevelinghoven aus Überzeugung betreibt.

Währenddessen gaben Brandig einen Hit nach dem anderen zum Besten und verstanden es, das Publikum auf die Tanzfläche zu locken. „Das ist in Grevenbroich schon einzigartig. Auf anderen Oktoberfesten gibt es keine Tanzfläche, nur Bänke“ sagte Bandleader Martin. Viel Spaß hatten auch Julia Borries, Marilena Haas und Annika Dobner. „Wir kommen seit einigen Jahren hierher und finden die Stimmung einfach super“, waren sich die drei im Dirndl einig. Ob Flirtbar oder die Live-Musik: „Es ist wirklich rundum gelungen, und die Zeit vergeht wie im Flug“, ergänzten sie, bevor sie zu „Cordula Grün“ wieder auf die Tanzfläche verschwanden.

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