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Grevenbroich: In der Südstadt gibt es zu wenig Glascontainer

Grevenbroich : In der Südstadt gibt es zu wenig Glascontainer

Eigentlich ist Grevenbroich gut mit Glascontainern ausgerüstet. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 84 Standorte, an den Weiß-, Braun und Grünglas entsorgt werden kann. Vakanzen gibt es lediglich in der Südstadt, die ist in Sachen Glascontainern unterversorgt.

Das erklärte jetzt Bürgermeisterin Ursula Kwasny auf einen Antrag der SPD-Fraktion. Die hatte vorgeschlagen, die Glascontainer an der Kurt-Schumacher-Straße zu verlegen, weil es in deren Umfeld immer wieder zu Verschmutzungen kam.

Doch eine Verlegung ist nach den Ermittlungen der Stadtverwaltung kaum möglich, betonte Kwasny: "Ein alternativer Standort in der näheren Umgebung konnte nicht gefunden werden", so die Bürgermeisterin. Und ganz auf die Container an der Kurt-Schumacher-Straße könne auch nicht verzichtet werden, denn in der Südstadt gibt es schon seit längerer Zeit viel zu wenig dieser Entsorgungs-Stationen.

Nach den Richtlinien des Dualen Systems Deutschland soll für bis zu 800 Einwohner eine Glascontainer-Station bereitgestellt werden. In Grevenbroich wird dieser Wert mit 774 Einwohnern bestens erreicht: "Das Stadtgebiet ist im Schnitt sehr gut mit Stellplätzen ausgestattet", meint die Bürgermeisterin. In der Südstadt würden für 5500 Einwohner jedoch lediglich drei Standorte zur Verfügung stehen – auf 1834 Menschen kommt nur eine Station. "Damit wird die vorgegebene Zahl je Standort um 129 Prozent überschritten", so Kwasny: "Erst mit sieben Stationen wäre eine wünschenswerte Verdichtung gegeben."

Bis vor einigen Jahren standen in der Südstadt zumindest noch fünf Standorte zur Verfügung. Allerdings mussten die Container an der Erftwerkstraße schon 2008 wegen massiver Anliegerbeschwerden abgebaut werden. Auf Wunsch des Grundstückseigentümers wurden zwei Jahre später auch die Plätze am Herkenbuscher Weg aufgegeben.

Alternativen seien nur schwer zu finden, so Kwasny. Zum einen müsse das Gelände im Besitz der Stadt sein, zum anderen dürfe es nicht zu Lärmbelästigungen kommen.

(wilp)