1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: In Barrenstein brannte ein Gartenhaus

Grevenbroich : In Barrenstein brannte ein Gartenhaus

Die Polizei geht von Brandstiftung aus – die Dorfbewohner sind nach der Brandserie 2011 in Sorge.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus — die Dorfbewohner sind nach der Brandserie 2011 in Sorge.

Flammen schlugen von der Holzwand der Gartenlaube hoch, ein Feuerwehrfahrzeug nach dem anderen rückte in Barrenstein an. 27 Feuerwehrleute löschten in der Nacht zu gestern ein brennendes Gartenhaus an der Hoeninger Straße. Gegen Mitternacht hatten Anwohner die Einsatzkräfte verständigt. Die Feuerwehrleute hatten das Feuer bald schnell unter Kontrolle und kontrollierten das Holzgebäude, das zum Teil abgebrannt ist. auf Glutnester.

Der nächtliche Einsatz weckt Erinnerungen an die Brandserie in Allrath und Barrenstein, die 2011 etwa von März bis Oktober andauerte. "Ich hoffe, dass es nicht wieder zu einer Serie von Bränden kommt", sagt Heinz-Peter Schillings (72). "Viele Leute im Ort sind erschrocken, sobald in der Nacht ein ungewohntes Geräusch zu hören ist." Über ein halbes Jahr lang hielt eine Brandserie Barrenstein und Allrath in Atem, die Kriminalpolizei ermittelt in Richtung Brandstiftung. Ein großes Gewächshaus, Hausanbauten, ein Reifenstapel, eine Scheune und sogar drei Lagerhalle wurden Opfer der Flammen. Im November rückte die Feuerwehr sogar zwei mal binnen 24 Stunden in den Dörfer aus: Zunächst brannte eine Gartenlaube in Allrath, 20 Vögel in einem benachbarten Taubenschlag waren nicht mehr zu retten. Einige Stunden später brannten in Barrenstein 200 Strohballen.

Seit Ende 2011 war es ruhig, "viele hatten die Hoffnung, dass die Brandserie beendet sei", sagt ein Barrensteiner, der namentlich nicht genannt werden möchte. "Als vor einem Monat auf einem Firmengelände im nahen Industriegebiet Ost ein Montagekran brannte, wurden viele Dorfbewohner wieder unruhig. Wir hängen zwischen Hoffen und Bangen, so lange der oder die Täter nicht gefasst worden sind."

Doch die Polizei hat weder für den aktuellen Brand noch für die Feuer 2011 einen "konkreten Tatverdächtigen. Wir können auch nicht sagen, ob es sich um einen oder um mehrere Täter handelt", erklärt Polizeisprecherin Diane Drawe. "Wir gehen aber davon aus, dass der oder die Täter ortskundig sind", so Drawe. Ein Problem bei den Ermittlungen: "Brandstiftung ist ein spurenarmes Delikt, mögliche Spuren können durch das Feuer zerstört worden sein." Das Kriminalkommissariat 11 in Neuss prüft nun, ob es beim Lauben-Brand Zusammenhänge mit ähnlichen Bränden gibt.

Die Polizei bittet die Bürger um Hilfe. "Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sonst Hinweise zur Tat geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02131 3000 bei der Kriminalpolizei zu melden" so Drawe. "Wer in Zukunft auffällige Beobachtungen macht, wird gebeten, sofort die Rufnummer 110 zu wählen."

(jco)