Im Herbst gibt es eine Bereisung für die Bewerbung als fahrradfreundliche Kommune.

Fahrradverkehr : Stadt will Radverkehr fördern

Im Herbst kommt eine Delegation, die auch aus dem Verkehrsministerium stammt.

Im Rathaus laufen die Arbeiten für den Antrag der Stadt auf Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Gemeinden (AGFS). Im Herbst wird es eine Bereisung mit Vertretern des Landesverkehrsministeriums, der Arbeitsgemeinschaft und anderer Behörden und Organisationen geben. Dabei wird auch der finale Antrag der Stadt überreicht werden“, sagt Stadtsprecher Stephan Renner. Der genaue Termin für den Besuch der Delegation stehe aber noch nicht fest. Bereits im Jahr 2016 hatte sich Grevenbroich für die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft beworben, ein für 2017 geplanter Bereisungstermin war aber nicht zustande gekommen.

Die Stadt möchte, dass mehr Grevenbroicher das Fahrrad nutzen. „Auf diese Weise wollen wir die Gesundheit und die Luftqualität fördern“, sagt Renner. Grevenbroich habe beim Radverkehr viel zu bieten. „Wir haben ein großes Netz von Radwegen“, nennt Stephan Renner ein Beispiel. Viele Einbahnstraßen dürften von Radlern in beiden Richtungen genutzt werden. Darüber hinaus „haben wir in der Stadt einen sehr engagierten ADFC, mit dem wir gut kooperieren.“ Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat nicht nur die Patenschaft für den Erftradweg im Stadtgebiet übernommen, sondern er hat eine detaillierte Liste von Mängeln auf Grevenbroicher Straßen und Wegen erstellt und aktualisiert sie. Das ist eine wichtige Basis für die Arbeit im Rathaus, etwa wenn es darum geht, Mängel auf Radwegen zu beheben. Natürlich gibt es in puncto Fahrradfreundlichkeit noch einiges zu tun: „Einen Schwerpunkt wollen wir bei der Radfahrförderung auf den Berufs- und Schülerverkehr legen“, kündigt Renner an. Ein Augenmerk gilt dabei der sicheren Gestaltung von Kreuzungen und Einmündungen.

Bei der Bereisung im Herbst will die Stadt den Besuchern das Erreichte und de geplanten Projekte vorstellen. Wegen der Größe es Stadtgebiets dürfte zumindest ein teil der Tour im Bus statt auf dem Drahtesel bewältigt werden. Und was hat die Stadt davon, wenn sie am Ende in die AG aufgenommen wird? „Wir können in der Arbeitsgemeinschaft von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren“, erläutert Stadtsprecher Renner. Zudem erhalte die Stadt Zugang zu Fördermöglichkeiten.