Grevenbroich: Im Bahnhofsviertel muss sich vieles bessern

Grevenbroich : Im Bahnhofsviertel muss sich vieles bessern

Der Bahnhofsvorplatz erhält gute Noten, doch auf Bahn- und Rheydter Straße gibt es Verbesserungsbedarf. Leser äußern sich am NGZ-Mobil.

Wie sehen Grevenbroicher den Bereich zwischen Bahnhof und Innenstadt: als Schandfleck oder als den Ort, wo das kreative Herz der Stadt schlägt? Das war gestern die Frage beim NGZ-Mobil.

Hans Hammelstein beklagt brach liegende und verwilderte Grundstücke. Foto: Berns, Lothar (lber)

"Der Bahnhofsvorplatz ist deutlich schöner als früher", meint etwa Marlene Schütz, die häufig von Grevenbroich nach Unna fährt. Auch Stefan Dietz, der direkt am Platz wohnt, schätzt ihn als "sehr schön" und gepflegt" ein: Verbesserungsbedarf sieht er dagegen für die Rheydter Straße und die Bahnstraße.

Klaus Buchwald wünscht sich mehr Bäume im Straßenbild. Foto: Berns, Lothar (lber)

Dem stimmt Klaus Buchwald zu: Er kritisiert, dass diese beiden Straßen häufig sehr schmutzig seien. Was sie attraktiver machen würde: "Mehr Bäume, mehr Grün", meint Buchwald. Als gelungenes Beispiel für nachbarschaftliches Engagement nennt er den Verein "Stellwerk-Initiative", der am Samstag, 25. Mai, zu einer Blumenpflanzaktion aufgerufen hat. "Die Stellwerker haben hier schon einiges verbessert; auch durch die neuen Mülltonnen", meint der Anwohner.

"Mehr Pflanzen" hält auch Angela Koch, Anwohnerin der Dechant-Schütz-Straße, für eine gute Idee auf der Rheydter- und Bahnstraße. Zudem würde sie sich eine Einbahnstraßenregelung wünschen: "Dann könnte auch der Fahrradweg fortgesetzt werden." Eine weitere Idee in ihrer Nachbarschaft: "Ein begrenztes Halteverbot, damit Kehrmaschinen besser durchkommen."

Nur wenig Hoffnung setzen die Besucher am NGZ-Mobil auf das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK): Zwar hat die Stadt Chancen, in ein Förderprogramm des Landes aufgenommen zu werden, muss aber 40 Prozent der Kosten selbst stemmen. "Zu viel", meint dazu Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Kommunalaufsicht bisher.

UWG-Politiker Peter Habura rät deshalb: "Man sollte sich von diesem Konzept lösen." Er vermisst, dass die Stadtplaner den demografischen Wandel berücksichtigen: "Die Menschen haben ganz andere Bedürfnisse." Zudem fordert Habura: "Wir brauchen keine Bedenkenträger, sondern mehr Macher." Warum nicht die Idee von Studentenwohnungen im alten Finanzamt realisieren?

Hans Hammelstein weist darauf hin, dass es zwei Bahnhofsvorplätze, im Westen und im Osten, gibt. Gerade rund um die Merkatorstraße müsse etwas geschehen, so seien die Wildrosen an der Rampe eingegangen; zudem würden Parkplätze fehlen. Was den früheren CDU-Politiker auch ärgert: "Brachliegende Grundstücke, die verwildern."

Ferdinand Zimmer beklagt den Zustand der öffentlichen Toiletten am Bahnhof. Dieser sei "katastrophal". Dort sieht er dringenden Handlungsbedarf: "Da muss etwas getan werden."

(busch-, wilp, abu)
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