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Grevenbroich: "Ich bin Grevenbroich"

Grevenbroich : "Ich bin Grevenbroich"

Im Internet verkörpert Max von Borzestowski derzeit den jungen Grevenbroicher schlechthin.Der 20-Jährige wirbt für ein Video-Projekt, das zum Stadtjubiläum "700 Jahre plus" gestartet wurde.

Mit fester Stimme und lockeren Gesten wirbt ein 20-Jähriger für ein Projekt zum Stadtjubiläum: Max von Borzestowski ist im Trailer für die Kurzfilm-Aktion "Ich bin Grevenbroich" zu sehen. Auf den Internet-Plattformen "Facebook" und "Twitter" versucht er, junge Leute fürs Mitmachen zu gewinnen. Das gelungene, von Christoph Landsky produzierte Video kommt äußerst cool rüber.

Ähnliches, wenn auch nicht ganz so professionelles Material erwartet Robert Jordan (58) vom Stadtmarketing von jungen Leuten aus Grevenbroich. Seine Idee: Zum Jubiläum "700 Jahre plus" sollen Jugendliche sich selbst und ihre Lieblingsorte filmen sowie erklären, warum sie sich mit ihrer Stadt identifizieren. Teilnehmen kann jeder, der nicht älter als 21 Jahre ist. "Das Projekt ist gerade angelaufen, die ersten Rückmeldungen liegen aber schon vor", sagt Jordan zufrieden.

Max von Borzestowski sorgt per Video dafür, dass die Zielgruppe auch vernünftig angesprochen wird. Eine gute Wahl, denn der 20-Jährige ist kein "Nobody" in der Schlossstadt – immerhin ist er der Gründer der bekannten Metal-Band "Haertefall". Sein aktuelles Musikprojekt heißt "Royal Entourage". Hinter diesem Titel steht eine Reggae-Formation, die sich derzeit auf ihre ersten Auftritte vorbereitet. "Reggae ist eine tolle Musikrichtung", meint von Borzestowski: "Selbst bei Regenwetter stellt sich sofort ein Sommerfeeling ein."

Vor seinem Zivildienst absolvierte Max von Borzestowski ein Praktikum bei der Stadtverwaltung, das gestern zu Ende ging. Weitere Praktika wird er demnächst im Land- und Bundestag antreten. Der Grund: Max von Borzestowski kann es sich vorstellen, beruflich einmal "etwas in Richtung Politik zu machen", fest steht das aber noch nicht. Politisch engagiert ist der 20-Jährige schon heute: Bei der Schüler-Union hat er Leiterfunktionen auf Stadt- und Bezirksebene übernommen, zudem ist er im CDU-Ortsverband Grevenbroich aktiv.

Was sich Max von Borzestowski vom Video-Projekt "Ich bin Grevenbroich" erhofft: "Möglichst originelle Beiträge, die der Stadt zeigen, warum sich junge Leute hier wohl fühlen." Die Aktion fördere nicht nur die Kreativität, sondern könne seiner Meinung nach auch Denkanstöße geben: "Wenn gelungene Jugendprojekte gezeigt werden, könnte das für die Stadt ein Anreiz sein, weiteres in dieser Richtung anzubieten."

Wer sich am Film-Projekt beteiligen will, kann seinen Beitrag noch bis zum 13. Mai einsenden. "Dabei ist es völlig egal, ob das Video mit einer professionellen HD-Kamera oder mit einem Handy aufgenommen wurde", erklärt Robert Jordan: "Wichtig ist, dass die Filme kreativ und möglichst originell sind."

(NGZ)