Hydro und die Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule schließen Kooperationsvertrag

Orientierung für Beruf in Grevenbroich : Gesamtschüler lernen die Berufe bei Hydro Aluminium kennen

Als Orientierungshilfe für den späteren Beruf vertiefen Hydro und die Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule ihre Zusammenarbeit. Dazu unterzeichneten jetzt Carsten Schütz, Ausbildungsleiter bei Hydro, sowie der stellvertretende Gesamtschulleiter Jürgen Grotkop-Kötter einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Angedacht sind unter anderem Praktika von Schülern im Werk, um rund um „Berufsberatung und Orientierung ein praxisnahes Bild vermitteln zu können“, wie Christoph Glasmacher, beim Aluminium-Spezialisten für die Ausbildungskoordination verantwortlich, sagt. „Ausbildung ist uns wichtig“, und „von „beiderseitigem Nutzen“ sei die Partnerschaft, betonte Werksleiterin Reinhild Schmidt. „So können die jungen Leute in verschiedene Sparten hinein schnuppern und testen, ob ihnen beispielsweise Handwerkliches liegt“.

Gleichzeitig bekommt das Werk auf diese Weise „frischen Wind“ – und bildet wohlmöglich eigene Mitarbeiter in spe aus. „Wir haben eine gutes Ausbildungsprogramm mit Perspektive“, sagt die Werksleiterin über die 23 Azubis, die pro Jahr als Kaufleute, Schlosser, Elektriker oder in anderen produktionsnahen Berufen bei Hydro lernen,

Die Zusammenarbeit zwischen Konzern und der jungen, seit 2013 bestehenden Humboldt-Gesamtschule ist nicht neu, sie gab es bereits, als die Lehranstalt noch als Katholische Hauptschule firmierte. „Frühzeitiges Begleiten, theoretisch bis in die Abschlussklassen, macht die quasi aufgefrischte und erweiterte Kooperation möglich“, betont Christine Rellensmann, Didaktische Leiterin der Schule. Das „Kaoa (Kein Abschluss ohne Anschluss)-Team“ habe die Kooperation initiiert, Elternvertretung, Schulpflegschaft sowie Kollegium begeistert der Idee zugestimmt. Fundierte Berufsorientierung kann die Schule nur zusammen mit Partnern leisten, weshalb die Zusammenarbeit „hochwillkommen“ sei – auch hinsichtlich des Mint-Zweigs, der in der Schule aufgebaut werden soll. Zur Erinnerung: „Mint“ steht für die zuletzt immer stärker gehypten Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik,

„Es ist toll, dass unsere Schüler hier alle Bereiche kennen lernen können“, sagt die Didaktische Leiterin. 1032 Schüler besuchen aktuell die Humboldt-Gesamtschule, die weitere Ausbildungskooperationen mit Sportvereinen oder dem Energiekonzern RWE hat.