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Grevenbroich: Hydro sichert Flächen für Zukunfts-Projekte

Grevenbroich : Hydro sichert Flächen für Zukunfts-Projekte

Der Aluminiumkonzern möchte künftig sein gesamtes Gelände in Grevenbroich industriell nutzen. Das insgesamt 54 Hektar große Areal ist für Vorhaben bestimmt, die über das Jahr 2030 hinaus gehen.

Hydro sorgt für die Zukunft vor: Der Aluminiumkonzern will seine Industrieflächen bis zum Barrensteiner Weg hinter der Allrather Ortslage ausweiten. Mit diesem Vorhaben werden sich morgen die Mitglieder des Planungsausschusses beschäftigen. Die Grundstücke befinden sich bereits im Besitz des Unternehmens, sie werden landwirtschaftlich genutzt.

Der Grevenbroicher Aluminium-Betrieb mit etwa 2000 Mitarbeitern ist Eigentümer eines insgesamt 54 Hektar großen Geländes, von dem er zurzeit 36 Hektar mit Büros, Produktionshallen und Parkplätzen belegt. "Wir haben die Genehmigung, insgesamt 44 Hektar unserer Gesamtfläche industriell zu nutzen. Diese Option wollen wir uns nun für die restlichen zehn Hektar sichern", sagt Hydro-Sprecher Michael Peter Steffen. Aktuelle Baupläne habe das Unternehmen indes nicht.

Der Hintergrund: Eine interne Projektgruppe hat sich mit der Strukturplanung des Werks bis weit in die 2030er Jahre hinein beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass künftige Produktionsanlagen eine Größe haben werden, die auf den derzeit genehmigten Betriebsflächen nur schwierig zu realisieren sind. "Zur langfristigen Sicherung von Standort und Arbeitsplätzen wird daher eine Erweiterung des Betriebsgeländes nach Südosten erforderlich", betont Steffen.

Das Unternehmen will die Flächen in den nächsten Jahrzehnten für die Entwicklung seiner vier strategischen Kernbereiche nutzen. Dazu zählt neben der Produktion von Aluminiumbändern für Offsetdruckplatten und Getränkedosen vor allem die Herstellung von Hochleistungsfolien, die unter anderem auch in Batterien von Elektroautos eingesetzt werden können. "Hier sehen wir einen wichtigen Wachstumsmarkt", sagt Steffen.

Nicht zuletzt will sich Hydro weiterhin auf die Produktion für die Automobilindustrie konzentrieren. Die in Grevenbroich hergestellten Alubänder ermöglichen leichtere Motorhauben, Dächer sowie Seiten- und Hecktüren. Die Produkte werden von nahezu allen Premium-Fahrzeugherstellern geordert — allen voran Audi und Mercedes.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens, das morgen in der Ausschusssitzung beraten wird, sollen insbesondere die Belange der Ort Allrath und Barrenstein berücksichtigt werden. Im Rahmen des vor mittlerweile drei Jahre angestoßenen "Nachbarschaftsdialogs" sind — unabhängig von den rechtlichen Beteiligungsschritten — weitergehende Informationsveranstaltungen zum Planverfahren vorgesehen. "Wir haben festgestellt, dass Hydro in der Nachbarschaft gut angesehen ist. Dieses Verhältnis wollen wir wahren", meint Steffen.

(NGZ)