Grevenbroich: Hybridrasen für TuS soll 2015 kommen

Grevenbroich : Hybridrasen für TuS soll 2015 kommen

Aller Voraussicht nach wird das Schlossstadion im nächsten Jahr mit einem Hybridrasen ausgestattet. Frühestens 2017 soll ein Kunstrasen-Kleinspielfeld folgen. Noch ist offen, wie sich der Bad-Neubau auf dieses Projekt auswirken wird.

Läuft alles nach Plan, könnte mit der Sanierung des Schlossstadions schon im nächsten Jahr begonnen werden — zumindest in einem ersten Schritt. Dezernent Michael Heesch wird dem Sportausschuss morgen eine Kostenaufstellung für das seit langem geplante Projekt vorlegen. Das Stadion soll mit einem Hybridrasen versehen, der hinter der Tribüne liegende Tennenplatz in ein Kunstrasen-Kleinspielfeld umgewandelt werden. Beide Maßnahmen sollen den Trainings- und Spielbetrieb des TuS Grevenbroich erheblich verbessern.

Da ein Kunstrasen im Stadion mit Kosten von etwa 750 000 Euro zu teuer war, hatte sich der Sportausschuss im Vorjahr für einen deutlich günstigeren Hybridrasen ausgesprochen. Diese Neuheit, die Natur- und Kunstrasenfasern miteinander kombiniert, wird von der Firma Eurogreen produziert und vertrieben. "Das Unternehmen hat uns ein Angebot unterbreitet. Danach werden sich die Kosten auf etwa 253 000 Euro belaufen", sagt Heesch.

Der Umbau des Stadionrasens soll mit Mitteln aus der Sportpauschale des Landes bestritten werden. Geplant ist, das Geld auf mehrere Haushaltsjahre zu verteilen — auf diese Weise konnte in der Vergangenheit unter anderem auch das Stadion des SC Kapellen mit einem Kunstrasen ausgerüstet werden. Die Sportpolitiker sollen morgen darüber befinden, ob die erforderlichen Mittel für die Haushaltsjahre ab 2015 angemeldet werden sollen.

Der Umbau des etwa 40 Jahre alten und mittlerweile maroden Tennenplatzes in ein Kunstrasen-Kleinspielfeld wird nach Berechnungen der Stadtverwaltung etwa 187 000 Euro kosten. Darüber hinaus müssen laut Michael Heesch weitere 18 500 Euro in eine neue Flutlichtanlage investiert werden. Denn die alte Beleuchtung sei in die Jahre gekommen und reiche nicht mehr für einen ordnungsgemäßen Trainingsbetrieb aus.

In einem Gespräch mit der Sportverwaltung haben Vertreter des TuS darauf hingewiesen, dass der Verein nicht in der Lage sei, den Umbau des Tennenplatzes komplett zu stemmen. Die Kosten für die neue Flutlichtanlage könnten aber übernommen werden. Darüber hinaus haben die Fußballer im Oktober die Aktion "Kunstrasenprojekt für die TuS-Jugend" ins Leben gerufen. Seitdem werden auf der Internetseite des Vereins insgesamt 2480 Parzellen des künftigen Spielfeldes zu Preisen zwischen 20 und 250 angeboten. Bisher konnten 208 Kunstrasenstücke verkauft werden.

"Eine Finanzierung des Kleinspielfeldes ist frühestens im Jahr 2017 möglich", meint Michael Heesch. Die Sportpolitiker sollen die Verwaltung morgen beauftragen, in weiteren Gesprächen mit dem TuS-Vorstand eine genehmigungsfähige Finanzierungsgrundlage für die Platzsanierung hinter der Tribüne zu entwickeln.

Eine Unsicherheit gibt es noch: Zurzeit ist unklar, wie sich der Neubau des in der Nähe liegenden Schlossbades auf das Stadion auswirken wird. "Soweit sich der Hy-bridrasen in 2015 wegen der Neubauarbeiten nicht realisieren lässt, müssen wir stattdessen die Umwandlung des Kleinspielfeldes in Erwägung ziehen", so Heesch.

(NGZ)
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