Grevenbroich: Hülchrath macht sich fit für die Landes-Juroren

Grevenbroich: Hülchrath macht sich fit für die Landes-Juroren

Der mittelalterliche Ort tritt im kommenden Jahr beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf NRW-Ebene an.

Zwei Silber- und drei Bronzemedaillen hat Hülchrath bereits seit 2003 beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Landesebene errungen. Im Sommer nächsten Jahres kommt die Landesjury wieder zur nächsten Runde in den Ort. Klar, dass sich die agile Dorfgemeinschaft noch jede Menge vorgenommen hat, etliche Projekte stehen 2018 an. Vorsitzender Albert Stromann hofft natürlich wieder auf eine Medaille - vielleicht auch auf als Bronze.

Ein Kleinod können die Hülchrather der Kommission mit dem 2017 fertiggestellten Park "Am Obs-päddsche" mit Obstbäumen präsentieren, der in Kooperation mit der Stadt entstand und das Umfeld des Jüdischen Friedhofs aufwertet. Dabei soll es nicht bleiben: Die Dorfgemeinschaft will einen Generalplan für die Grüngestaltung im Ort erstellen, mehr Bäume sollen ins Dorf. Im Blick haben Stromann und sein Team unter anderem den Friedhof. "Der Friedhof ist zurzeit nicht klar gegenüber seinem Umfeld mit Gärten abgegrenzt, wir wollen ihn mit Baumpflanzungen städtebaulich ordnen", sagt der Vorsitzende. Neue Bäume sollen auch an der Herzog- und Broichstraße demnächst stehen. Die Kugelakazien auf dem Sebastianusplatz an der Kirche sollen in Abstimmung mit dem Grünflächenamt ersetzt werden. "Die Landeskommission hatte uns darauf hingewiesen, dass die Bäume nicht standortgerecht sind. Wir können uns dort gut Rotdorn vorstellen", erklärt Stromann.

Öfter zu sehen sein sollen im Dorf künftig Säulenhainbuchen, wie sie bereits am Sportplatz und am neuen Park an der Ferdinandstraße gepflanzt worden sind. "Ein schöner Baum, der zum Ort passt", sagt Stromann. Im Rahmen der Blumenzwiebelaktion von Victor Göbbels konnten die Hülchrather übrigens 3000 Zwiebeln einsetzen. Bald abschließen will die Dorfgemeinschaft ein Mammutprojekt, auf das sie stolz ist: Innerhalb von zehn Jahren wurden für mehr als 35.000 Euro etliche historische, zum Ortsbild passende Straßenlaternen errichtet. 2018 soll die letzte folgen.

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Eine Verschönerungsaktion zusammen mit dem Rhein-Kreis Neuss planen die Hülchrather für 2018 am Ortseingang aus Richtung Münchrath. Der Kreis habe die Erneuerung des Brückengeländers zugesagt, danach will die Dorfgemeinschaft dort das Stadtwappen aus Corten-Stahl anbringen, der eine Patina als Schutzschicht entwickelt.

Und am 25. Mai werden vor Häusern drei weitere "Stolpersteine" als Erinnerung an jüdische Bewohner verlegt, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet worden sind. "In Hülchrath bestand früher eine große jüdische Gemeinde mit 110 bis 120 Menschen", erinnert der Vereinsvorsitzende.

(NGZ)