1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Hubschrauber demontiert Kran auf BoA-Baustelle

Grevenbroich : Hubschrauber demontiert Kran auf BoA-Baustelle

Wer gestern Mittag einen weißen Hubschrauber über der BoA-Baustelle in Neurath kreisen sah, täuschte sich nicht: Der letzte Deckenkran an Block "Gustav" wurde Stück für Stück demontiert – Präzisionsarbeit in 167 Metern Höhe auf dem Kesselhaus. Dabei half der Hubschrauber.

"Die großen Baugeräte wie die Kräne haben nun ausgedient", sagt Baustellenleiter Manfred Hensel. "Für uns neigt sich die eigentliche Bauphase von Block G nun endgültig dem Ende zu." Jetzt, wo der Dampferzeuger fertiggestellt ist, konnte auch der Deckenkran abgebaut werden.

Dazu mussten sich die Arbeiter an spezielles Demontage-Konzept halten. Denn der Megakran, der für die Errichtung des 100 Tonnen schweren Deckenkrans genutzt werden konnte, steht nicht mehr auf der Kraftwerksbaustelle zur Verfügung.

Präzision in 167 Meter Höhe

Zuerst musste ein Hilfskran aufgebaut werden. So konnten die Einzelteile des Krans auf das 61,5 Meter hohe Bunkerhausdach abgelegt und von dort aus mit einem Mobilkran heruntergehoben, verladen und abtransportiert werden.

Anschließend wurde der 36 Tonnen schwere Hilfskran selbst wieder zerlegt – in Einzelteile, die nicht mehr als 750 Kilogramm wiegen durften. Jetzt kam der Einsatz für den Hubschrauber: Diese Teile wurden gestern vom Kesselhausdach befördert und zu einem Verladeplatz auf der Baustelle transportiert.

Wie es jetzt an der Kraftwerksbaustelle in Neurath weitergeht: Im Sommer soll die 2,2 Milliarden teure Anlage ans Netz gehen. In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Techniker und Ingenieure bereits einzelne Komponente auf ihre sichere Leistungsfähigkeit überprüft.

Deshalb konnte jetzt der letzte Kran, der für Block G im Einsatz war, abgebaut werden. Er gehörte mit seinem Zwilling von Block F zu den zurzeit am höchsten aufragenden Elementen der Baustellen-Skyline.

(NGZ)