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Grevenbroich: Hoher Eisengehalt färbt Erft rot-braun

Grevenbroich : Hoher Eisengehalt färbt Erft rot-braun

Wer am Dienstag entlang der Erft spazieren gegangen ist, dem bot sich ein seltenes Bild: Der Nebenfluss des Rheins hatte sich rot-braun verfärbt. Grund für das ungewöhnliche Erscheinungsbild waren die starken Regenfälle am vergangenen Wochenende.

Die sorgten dafür, dass der Eisengehalt im südwestlichen Zufluss der Erft — dem Rotbach — stark anstieg. Der Rotbach mündet zwischen Kerpen und der Erftstadt in die Erft.

Gesundheitsgefahr besteht nicht

"Durch den Starkregen der vergangenen Tage blieb der Verdünnungseffekt aus. Die im Wasser gelösten Sedimente, die zum größten Teil von den angrenzenden Ackerflächen stammen, konnten nicht richtig abgeschwemmt werden", erklärte Hinrich Doering, Abteilungsleiter für den Bereich Gewässer des Erftverbandes.

Doering: "Dieses Phänomen, das sich drei bis vier Mal im Jahr ereignet, ist zwar nicht schön. Um es zu verhindern, müsste man allerdings die landwirtschaftliche Flächennutzung einschneiden und auf die fruchtbaren Äckerböden rund um die Gewässer verzichten."

Trotz der auffälligen Farbe sei das Wasser ungiftig, betonte der Experte. Der rot-braune Schimmer entsteht durch die Oxidation des im Grundwasser enthaltenen Eisens.

Dennoch warnen Experten: Auch wenn keine akute Gesundheitsgefahr besteht, kann der hohe Eisengehalt durch Ablagerungen auf Wasserpflanzen und im Bodensatz zu Beeinträchtigungen des Ökosystems führen