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Grevenbroich: Historische Ehrenmäler werden restauriert

Grevenbroich : Historische Ehrenmäler werden restauriert

Lange Zeit war es mit Schmutz, Moos und Algen bedeckt. Jetzt präsentiert sich das Hochkreuz auf dem Friedhof an der Montanusstraße wieder in seinem alten, bläulichen Gewand.

Dafür hat Thomas Sieverding gesorgt. Der Restaurator aus Bergisch Gladbach ist seit zwei Wochen damit beschäftigt, die drei Ehrenmäler auf dem Friedhof zu restaurieren und von den Schäden durch Wetter und Luftverschmutzung zu befreien.

Während das aus Aachener Blaustein bestehende Hochkreuz, das schon um 1900 auf dem Friedhof stand, bis auf die Verschmutzung und einige Risse in einem guten Zustand gewesen sei, habe es an dem imposanten Sandsteinkreuz im hinteren Bereich des Friedhofs mehr zu tun gegeben, sagt Sieverding. Daher kam dort auch sein Infusionsbesteck zum Einsatz: "Das sieht fast so aus wie im Krankenhaus. Aus einer Flasche tropft das Füllmaterial langsam durch einen Schlauch in den Stein", erklärt der Restaurator. So wurden Hohlräume gefüllt, in denen sich sonst hätte Wasser sammeln können.

"Der Künstler hat das Denkmal bewusst entgegen der Struktur des Steines aufgebaut, um so die huckelige Oberfläche zu bekommen", sagt der Restaurator. Das führe dazu, dass Wasser in den Sandstein eindringen konnte. Dadurch wurden in den 60 Jahren, die das Kreuz bereits auf dem Friedhof steht, einzelne Schichten abgesprengt, und es entstanden lange Risse. "Es war höchste Zeit, dass etwas gemacht werden musste. Hätten wir länger gewartet, hätte das Denkmal größeren Schaden genommen", erklärt Martin Zabel von der Unteren Denkmalbehörde die Restaurationsaktion. Diese kostet die Stadt knapp 10 000 Euro.

Das Geld hätte auch investiert werden müssen, um die Friedhofsbesucher vor den bröckelnden Steinen zu schützen. "Als Eigentümer muss die Stadt dafür Sorge tragen, dass niemand zu Schaden kommt", sagt Zabel. Damit das Kreuz die nächsten Jahre heil übersteht, hat Sieverding die großen Risse neu verdübelt sowie alle Bruchkanten und Fugen mit Mörtel aufgefüllt. "Das sollte für die nächsten zehn bis 15 Jahre halten", ist sich Thomas Sieverding sicher.

(NGZ/rl)