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Historie reicht bis ins Mittelalter zurück

Historie reicht bis ins Mittelalter zurück

Ausgerechnet Orken hat sich Fernseh-Schauspieler Jochen Senf, der unter anderem den Tatort-Kommissar Max Palu mimte, für ein arg futuristisches Szenario ausgeguckt: In der Kurzgeschichte, die er 2011 für das Literaturfestival "Criminale" verfasste, ließ er Außerirdische in Orken landen, die Handlung spielt 3000 Jahre in der Zukunft.

Ob tatsächlich eines Tages Aliens in dem Ort landen sei dahingestellt. Aber wenn sie sich in Orken auf Spurensuche begeben sollten, dann werden sie auf die Zeugnisse einer durchaus bewegten Geschichte stoßen.

Das im Norden des Stadtteils Elsen gelegene Orken gehörte seit dem Mittelalter zur Deutsch-Ordens-Herrschaft Elsen. In dessen Besitz befand sich Elsen ab dem 13. Jahrhundert und bis zur Säkularisierung. Nachdem Orken 1794 von französischen Truppen besetzt wurde, gehörte es dem Arondissement de Cologne an.

Dabei handelte es sich um einen Verwaltungsbezirk des Département de la Roer. Während der Franzosenzeit im Rheinland war dessen Hauptstadt von 1798 bis 1814 die Kaiserstadt Aachen. Ab 1815 gehörte Orken zu Preußen und ab 1816 zum Kreis Grevenbroich. Heute liegt der Ort umgeben von Elsen, Noithausen und Stadtmitte.

Seine Wurzeln hat übrigens auch der Kapitän eines Fußball-Bundesligisten in Orken — zumindest seine sportlichen: Andreas "Lumpi" Lambertz, Spielführer von Fortuna Düsseldorf, kickte als junger Steppke für die SG Orken-Noithausen.

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