Handwerk in Grevenbroich Hier gibt es Grillfleisch rund um die Uhr

Neukirchen · Die Metzgerei Rütten hat seit zwei Wochen einen Automaten in Betrieb, der auf Knopfdruck das liefert, was des Grillers Gaumen begehrt. Diese Idee lockt mittlerweile Fleischfans aus der Region an.

 Jacqueline Seger und Felix Jungmann müssen an Sonn- und Feiertagen den Grillfleisch-Automaten desöfteren nachfüllen.

Jacqueline Seger und Felix Jungmann müssen an Sonn- und Feiertagen den Grillfleisch-Automaten desöfteren nachfüllen.

Foto: Dirk Neubauer

Ladenöffnungszeiten sind bei der Metzgerei Rütten an der Brunnenstraße 4 seit zwei Wochen Wurst. Ein schrankgroßer Kühlautomat liefert auf Knopfdruck, was des Grillers Gaumen begehrt: Würste vom Schwein, vom Rind, vom Geflügel – in unterschiedlichen Würzmischungen, Nacken-Steaks, Black Angus – wenn‘s was Feines soll, Grillfackeln, Knabberspieße. Und fürs gute Gewissen gibt es Krautsalat im Schälchen als Beigabe. Man will sich schließlich auch gesund ernähren. Grevenbroichs erster Grillfleischautomat versorgt die Fleischfreunde rund um die Uhr. Gegen Bares oder Kartenzahlung.

Inhaberin Jacqueline Seger sagt: „Der Automat ist bereits jetzt ein großer Erfolg.“ Nicht nur die Neukirchener haben die Rund-um-die-Uhr-Fleischtheke für sich entdeckt. Es halten immer öfter auch Autos mit Kölner und Düsseldorfer Kennzeichen. Das wissen Jacqueline Seeger und ihr Partner Felix Jungmann deshalb, weil die Fleischlieferung auf Knopfdruck keineswegs ein gewinnbringendes Ruhekissen für die beiden Metzgersleute ist. „Wir müssen an Sonn- und Feiertagen fünf bis sieben Mal pro Tag unsere Ware nachfüllen.“

Auf die Idee des Grillfleischautomaten stießen die Ladeninhaber aus Neukirchen bereits vor zwei Jahren bei Standeskollegen in Bayern. Auch dort wissen die Genießer eine gute, handwerklich hergestellte Wurst und feines Grillfleisch zu schätzen. Anschließend informierten sich Seeger und Jungmann auf Messen über die notwendige Automatentechnik.

„Ganz wichtig ist uns, dass die Ware sauber verpackt in Vakuum-Beuteln in den Automaten einsortiert wird. Und dass dort immer zwischen ein und drei Grad Plus als Temperatur herrschen“, sagt Jacqueline Seeger. Zum Vergleich: Ein haushaltsüblicher Kühlschrank kühlt den Inhalt auf fünf bis sieben Grad herunter. Der steht aber auch nicht draußen. Als es in den späten Apriltagen bereits heiß war, hat das Kühlaggregat klaglos seine Dienste getan.

Eigentlich wollte die Metzgerei mit dem Automaten nur die Ladentheke verlängern – für all jene, die immer später im Supermarkt einkaufen gehen und zusätzlich ein gutes Stück Fleisch oder eine hausgemachte Wurst mitnehmen wollen. Wegen des großen Erfolgs wollen die beiden nun einen zweiten Automaten anschaffen. Der soll ab Herbst mit frisch gekochten Suppen bestückt werden – denn auch wenn es in der kommenden Woche hochsommerlich heiß werden soll: Der nächste Winter kommt bestimmt.

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