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Handel in Grevenbroich: Schuh Okay bleibt bis Mai 2021

Handel in Grevenbroich : Schuh Okay bleibt bis Mai 2021

Im Januar begann ein Räumungsverkauf. Nun heißt es auf Plakaten in den Schaufenstern: „Frische Ware eingetroffen“. Aus der zu schließenden Filiale ist ein Outlet-Center geworden.

Das große Schuhgeschäft am Marktplatz – Schuh Okay – bleibt entgegen ersten Ankündigungen bis Mai 2021 geöffnet. Bereits im Januar hatte die Filiale große Transparente ins Schaufenster gehängt, auf denen der Räumungsverkauf angekündigt wurde. Seit einigen Tagen stattdessen ein Schild. „Herbst-/Winterware eingetroffen.“ Und Mike Rathmer aus der Marketingabteilung des Familienunternehmens Kramer mit Sitz im westfälischen Ahaus Schuhe sagt: „Unsere Schuh Okay Filiale bleibt unserer Kundschaft voraussichtlich noch bis Ende Mai 2021 als Outlet erhalten.“ Solange laufe der Mietvertrag für das Ladenlokal.

Im Jahr 2014 hatte sich der Filialist am Grevenbroicher Marktplatz niedergelassen. Ende 2019 fiel der Entschluss, den Standort aufzugeben, so Rathmer: „Kurz zusammengefasst: Der Umsatz ist im Schnitt leider nicht befriedigend, und die Frequenz reicht leider an diesem Standort nicht aus.“ Neben Umsatz und Frequenz verweisen Handelsexperten auf die starke Konkurrenz durch den Schuhhandel im Internet und Mitbewerber „CCC“ in unmittelbarer Nähe an der Kölner Straße. Bei „CCC“ handelt es sich um eine finanzstarke, börsennotierte Unternehmensgruppe aus Polen. Kramer Schuhe betreibt laut Rathmer 52 Filialen an 51 Standorten, die sich vorwiegend in Nordrhein-Westfalen und im südlichen Niedersachsen befinden, einmal auch in Hessen. Im Münsterland firmiert Kramer Schuhe unter dem Namen ABC Schuhe.

Nachdem in Grevenbroich die großen Hinweise auf den Räumungsverkauf verschwunden sind, wird das Geschäft nun als „Outletcenter“ beworben. Nach Rathmers Angaben werden die Kunden von zwei fest angestellten Mitarbeitern und einer Reihe von 450 Euro-Kräften bedient. Wenn es bei den augenblicklichen Planungen für das Geschäft bleibt, werden sie auch noch die Frühjahr/Sommer-Ware einsortieren und anbieten. Im nächsten Frühjahr soll dann aber Schluss sei.

Wer das Angebot in der Stadtmitte in den vergangenen Jahren lieb gewonnen habe, müsse entweder eine Autostunde Fahrt zur nächsten Filiale in Geldern in Kauf nehmen oder den Internet-Shop des Unternehmens besuchen.