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Grevenbroich: Hammerwerk: Straße soll sicherer werden

Grevenbroich : Hammerwerk: Straße soll sicherer werden

Die viel befahrene und unfallträchtige Straße Am Hammerwerk soll 2014 ausgebaut werden. Die Pläne werden im Bauausschuss vorgestellt.

Eine Gefahrenstelle im Grevenbroicher Straßennetz soll verschwinden — endlich. Im Bauausschuss liegen am Donnerstag die Pläne für den Ausbau und die Verbreiterung der Straße Am Hammerwerk im Elsener Gewerbegebiet auf dem Tisch. Der Baubeginn ist im Rathaus für das kommende Frühjahr geplant, die Arbeiten sollen bis Ende 2014 abgeschlossen werden. Das teilt Stadtsprecher Andreas Sterken auf Anfrage mit.

Geplant und diskutiert wird bereits seit Jahren. Ein Teil der Straße ist eine von 13 Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet. Das Verkehrsaufkommen ist hoch, die vielen Abbieger etwa an den Geschäften erfordern große Konzentration. Immer wieder "kracht" es, mehrere Male wurden Menschen verletzt. Seit langem will die Verwaltung das Nadelöhr beseitigen, die Straße verbreitern. Dafür benötigt sie aber privates Gelände. 2006 scheiterte die Stadt mit einem Bebauungsplan nach Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht. Das Gericht bemängelte, dass nicht für jedes einzelne Grundstück die Betroffenheit abgewogen worden sei.

Im zweiten Anlauf soll es nun klappen — den neuen Bebauungsplan hatten die Politiker 2011 beschlossen, auch das Geld steht im Haushalt bereit. Die Pläne im einzelnen: Die Straße wird von zehn auf 15 Meter verbreitert. Das schafft unter anderem Platz, um zwischen den beiden Fahrstreifen einen drei Meter breiten Mehrzweckstreifen für eine ganze Reihe von Linksabbiegerspuren zu Firmen und Geschäften anzulegen — auf diese Weise soll der Verkehr entzerrt werden. Auch mehrere Querungshilfen für Fußgänger sind geplant.

Für die Radler soll auf beiden Straßenseiten ein je 1,50 Meter breiter Schutzstreifen geschaffen werden. Nach dem Umbau der Richard-Wagner-Straße "ist es erforderlich, die Lücke im Radwegenetz zu den Schulen an der Bergheimer Straße und am Sodbach zu schließen", argumentiert Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann.

Bevor aber im Frühjahr die Bagger anrollen, soll in diesem Jahr der nötige Boden erworben werden. Die Stadt hat mit Eigentümern von 17 Parzellen eine Grunderwerbsvereinbarung abgeschlossen. "Wir haben uns mit der Stadt geeinigt und am Freitag noch technische Details besprochen", erklärt Christof Kaufmann vom Fenster- und Rolladen-fachbetrieb — er ist einer der Miteigentümer für einen Teil des benötigten Areals. Mit Blick auf den früheren, gescheiterten Bebauungsplan betont er: "Wir begrüßen den Ausbau der Straße, aber die Anliegen von Gewerbetreibenden waren damals nicht ausreichend berücksichtigt worden. Wir hatten Bedenken wegen einer geplanten Fußgängerinsel vor unserem Zufahrt — große Lastwagen hätten unser Grundstück nicht anfahren können", erläutert Kaufmann. Die Anordnung der Insel wurde geändert.

Kaufmann hat aber auch bei den neuen Plänen einen Wunsch: "Wir hoffen, dass die Bauarbeiten zügig ablaufen. Viele Unternehmen in der Nachbarschaft sind auf Laufkundschaft angewiesen."

(NGZ)