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Grevenbroich: Hammelstein beklagt Verlust von kostenfreien Parkplätzen

Grevenbroich : Hammelstein beklagt Verlust von kostenfreien Parkplätzen

Den Grevenbroichern sind 62 kostenfreie Parkmöglichkeiten in der Innenstadt abhanden gekommen. Das behauptet der ehemalige CDU-Ratsherr Hans Hammelstein. Nachdem im unteren Parkdeck des Rotkreuz-Hauses am Zehnthof eine Schranke installiert wurde, seien die Stellflächen nicht mehr für jedermann zugänglich, beklagt er. Die Stadtverwaltung Grevenbroich sieht das allerdings anders.

Hammelstein führt zurzeit einen regen Schriftverkehr mit der Bürgermeisterin und Fraktionsmitgliedern. In seinen Briefen erinnert er an einen Beschluss, der vor mehr als 20 Jahren vom Stadtrat getroffen worden sei. Demnach hätten die Politiker seinerzeit eine Million Mark für den Bau eines zweiten Parkdecks unter dem Rotkreuz-Haus in der Nachbarschaft des Montanushofs genehmigt. Das sollte tagsüber den Mitarbeitern der Verwaltung zur Verfügung stehen und nach deren Feierabend – gegen 17 Uhr – von allen Grevenbroicher Autofahrern umsonst genutzt werden können.

"Das damit verbundene Ziel hieß Kaufkraftbindung. Der Rat wollte ein kostenloses Parken ermöglichen, das den Händlern der zugutekommen sollte", erinnert Hammelstein. Nachdem nun eine Schranke errichtet und die alten Hinweisschilder auf die freie Parkmöglichkeit entfernt worden seien, gebe es dieses kostenlose Angebot nicht mehr, beklagt er. "Mit dieser Neuregelung wurde der ehemalige Beschluss zunichte gemacht", meint Hans Hammelstein.

Doch der Stadtverwaltung ist nichts von einer derartigen Entscheidung bekannt. "Einen Beschluss, den Bürgern diese Stellplätze kostenlos zur Verfügung zu stellen, kann ich den Unterlagen von 1990 nicht entnehmen", erklärt Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Unabhängig davon zwinge die Haushaltslage die Stadt dazu, die Stellplätze im unteren Deck nicht kostenlos zur Verfügung zu stellen, sondern zu vermieten – soweit sie nicht für dienstliche Zwecke benötigt werden.

Hans Hammelstein hofft nun darauf, dass sich der Grevenbroicher Stadtrat dieser Sache noch einmal annehmen wird. "Es ist schade, dass diese Parkplätze der Allgemeinheit verloren gehen. Das kann auch nicht im Sinne des Grevenbroicher Werberings und der städtischen Wirtschaftsförderung sein", meint der Ex-Ratsherr.

(wilp)