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Grevenbroich: GWG: "Dat Wasser vun Jrevenbrooch es jot"

Grevenbroich : GWG: "Dat Wasser vun Jrevenbrooch es jot"

Lieber den Hahn aufdrehen, statt Kisten zu schleppen. Dazu rät Uwe Stenzel vom Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG). Nach seinen Darstellungen ist das heimische Trinkwasser nicht nur billiger als viele Mineralwasser aus der Flasche, sondern auch qualitativ besser. Das kühle Nass wird aus den Brunnen des Elsen-Fürther Wasserwerks gewonnen.

Die Stiftung Warentest hat 29 Mineralwasser getestet und ihr Ergebnis jetzt veröffentlicht. Bei gut zwei Dritteln der untersuchten Marken waren Mineralstoffe Mangelware – jedes dritte Produkt war sogar mit Keimen behaftet. Diese seien zwar für gesunde erwachsene Menschen nicht gefährlich, könnten Kranken oder Älteren aber Probleme bereiten, heißt es im Testergebnis. Im Vergleich mit manchen Marken schneidet das Grevenbroicher Trinkwasser deutlich besser ab, sagt Uwe Stenzel, der als Hauptabteilungsleiter für die GWG-Netze zuständig ist.

"Unser Trinkwasser ist ein hervorragender Durstlöscher, der extrem arm an Nitrat und besonders reich an wertvollen Mineralstoffen wie Magnesium und Calcium ist", erklärt der Fachmann. Selbst für die Zubereitung von Säuglingsnahrung sei es geeignet, meint Stenzel: "Calcium und Magnesium sind für den Menschen lebenswichtige Mineralstoffe, die zum Beispiel dem Aufbau von Knochen und Zähnen dienen und für den Energiestoffwechsel unerlässlich sind."

Die Stiftung Warentest rät aber nicht nur aus Qualitäts-, sondern auch aus Kostengründen zur Erfrischung aus dem Wasserhahn. Die Preise pro Liter Mineralwasser liegen ihren Erhebungen nach zwischen 13 und 74 Cent. "Ein Liter Grevenbroicher Trinkwasser dagegen kostet gerade einmal 0,137 Cent", rechnet Uwe Stenzel. Allen, die ein perlendes Getränk bevorzugen, rät er zum Kauf eines Trinkwassersprudlers: "Mit so einem handlichen Gertät lässt sich ganz einfach Kohlensäure hinzufügen."

Insgesamt 22 Brunnen fördern in Elsen-Fürth jährlich rund sieben Millionen Kubikmeter Wasser, die in einer Filteranlage aufbereitet werden. Rund 100 000 Menschen in Grevenbroich, Jüchen und Wickrath werden damit versorgt. Seit Anfang 2011 müssen sie jedoch mehr als bisher zahlen, nachdem GWG den Wasserpreis um ein Drittel erhöhte. Grund: Ein neuer Vertrag mit RWE Power, nachdem das Unternehmen zwölf Millionen Euro ins Wasserwerk investierte.

(NGZ)