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Grevenbroich: GV-Zeichen: Kwasny appelliert an Landrat

Grevenbroich : GV-Zeichen: Kwasny appelliert an Landrat

Der Landrat sagt "Nein" – doch die Grevenbroicher Politiker wollen es: das GV-Kennzeichen. Der Hauptausschuss forderte die Bürgermeisterin jetzt einstimmig auf, sich beim Kreis vehement für die Wiedereinführung des Nummernschildes im Stadtgebiet einzusetzen.

Der Landrat sagt "Nein" — doch die Grevenbroicher Politiker wollen es: das GV-Kennzeichen. Der Hauptausschuss forderte die Bürgermeisterin jetzt einstimmig auf, sich beim Kreis vehement für die Wiedereinführung des Nummernschildes im Stadtgebiet einzusetzen.

Die Verwaltungschefin hatte Hans-Jürgen Petrauschke im März mitgeteilt, dass sich der Rat einstimmig für das GV-Zeichen ausgesprochen hatte. "Doch die abschlägige Antwort genügt mir nicht, ich möchte darauf reagieren", sagte Kwasny. Ein neues Schreiben sei in Vorbereitung.

Der Hauptausschuss unterstützt das — vor allem die FDP, aus deren Reihen der Vorschlag für die Wiedereinführung des alten Nummernschildes kam. "Diese Schilder sind für uns ein Symbol für die Identifikation mit der Stadt", meint Fraktionschef Manfred Hermanns: "Genau so ist unser Antrag zu verstehen." Dass dies in der Kreisverwaltung nicht anerkannt werde, ärgert Edmund Feuster (SPD): "Es kann nicht im Ermessen des Landrates liegen, ob einstimmige Beschlüsse des Rates richtig oder falsch sind", kritisierte er.

Rolf Göckmann von den Aktiven Bürgern sieht das ähnlich: "Einen Mehrheitsentscheid hat auch der Landrat zu beachten", wettert er. Und Hildegard Florack (UWG) wertete Petrauschkes Antwort als "gewisse Respektlosigkeit" gegenüber der Stadt: "Wir sind doch keine Unterbehörde des Kreises."

Ursula Kwasny will dem Landrat nun ein weiteres Schreiben zusenden, in dem sie die Argumente des Rates noch einmal darlegen möchte. Und: Die Bürgermeisterin sieht vor allem auch die Kreistagsabgeordneten in der Pflicht: "Die sollten in dieser Sache einmal ,Pohl halten' — auch wenn das unangenehm ist."

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2012: Leser wollen das GV-Kennzeichen zurück

(NGZ/rl)