1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Gut besuchter Keramikmarkt in der Villa Erckens in Grevenbroich

Kunsthandwerk in Grevenbroich : Keramikmarkt kommt sehr gut an

Reizvoll war die Einbindung in die Ausstellung von Margit Schopen-Richter.

Es war der fünfte Keramikmarkt in der Villa Erckens und er stieß am Sonntag wieder auf gute Resonanz. Besonders reizvoll war die Einbindung des Marktes in die Ausstellung von Margit Schopen-Richter. Ursula Gabler aus Kapellen, die Organisatorin und Initiatorin des Keramikmarktes, ist ihrem Lieblingsthema „Spitzen“ treu geblieben. Keramikschalen mit Abdrücken von Spitzendecken war aber nicht das alles beherrschende Thema: Auch die Engel spielen nach wie vor eine Rolle, und natürlich Blumen aus Kerramik. Heike Delvos aus Neuss reichert ihre Figuren mit schmückendem, oft antikem Beiwerk an. Ihren Figuren, mit Kaltglasur versehen, haucht sie eine Biografie ein. Da ist zum Beispiel Thea, 36 Jahre alt, die eine Hundepension führt und seit vier Jahren vegan lebt.

Penelope Martin-Krinninger, ebenfalls aus Neuss, mag klare Formen. Ihre Säule, bestehend aus 36 Einzelteilen, ist als Gartenschmuck gedacht – und spiegelt die Liebe zum Werk von Tony Cragg wider. Sie schuf „Lebensraum“ aus Ton, der wirkt, als habe sie ihn der Natur entnommen. Darauf gedeihen Pflanzen, die sich aus der Luftfeuchtigkeit ernähren. Einfache Formen prägen auch die Aufstecker für Bambusstöcke. Mabel Köhler aus Grevenbroich zeigte Keramik mit Glasur. Auch an ihrem Stand „blühten“ tönerne Blumen. Ihre Osterdeko ist eine Kombination von gebranntem Ton und Holz. Jutta Albert aus Kaarst präsentierte Objekte wie aus einem Märchenbuch: prächtige Fliegenpilze, Frösche, Steine mit einem breiten Lachen. Ihr größtes Alleinstellungsmerkmal  waren die völlig kalorienfreien Pralinen – den kleinen Leckereien aus Ton stellte sie eine herzhafte Variante gegenüber: Möhren und Gemüse aus Ton.

Robert Garhammer aus Dormagen beteiligte sich zum ersten Mal am Keramikmarkt. Bei ihm gab es ausgewählte Stücke von Gebrauchskeramik wie zum Beispiel die kleine Teekanne, aber auch rein Dekoratives wie die Wandreliefs. Annelore Rahnke aus Grevenbroich schuf aus Ton üppige Frauen als Kontrast zu den „Hungerhaken“ der Modelszene. Sie kommen bewusst bodenständig rüber. Natürlich hatte sie saisonbedingt auch Keramik-Osterhasen im Angebot. Marlene Hennens Echse schien auf ein sonniges Plätzchen in irgendeinem Garten zu warten. Wenn ein Materialmix gewünscht war, kam Ehemann Hans-Josef mit ins Boot: Er schuf die Gräten aus Metall für den Fisch aus Ton oder den Holzgriff für eine Schatulle, geschaffen im Raku-Brand.