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Grevenbroich: Gustorfer XXL-Baugebiet lässt auf sich warten

Grevenbroich : Gustorfer XXL-Baugebiet lässt auf sich warten

Mehrere Grundstückskäufe kamen bislang wegen unterschiedlicher Preisvorstellung nicht zustande.

Bis zu 250 Einfamilienhäuser und Wohnungen sollen im Norden von Gustorf entstehen. Das Projekt auf dem 8,7 Hektar großen Areal an der Gustav-Mahler-Straße entwickeln will die zur DZ Bank, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, gehörende DZ Immobilien + Treuhand. Doch noch sind die erforderlichen Grundstücke nicht in der Hand des Erschließungsträgers - wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen. Wann der Hausbau starten kann, ist noch unklar.

"Wir sind uns mit mehreren Grundstückseigentümern noch nicht über die Höhe des Kaufpreises einig", sagt Ludwig Eickenbusch, Abteilungsleiter Baulandentwicklung der DZ Immobilien + Treuhand. "Das planerische Konzept steht in Grundzügen." Während ein Teil der westlich gelegenen Areale bereits im Eigentum der Raiffeisenbank Grevenbroich ist, mit ihr kooperiert die DZ bei dem Erschließungsvorhaben, gehören die übrigen Flächen laut Eickenbusch rund 25 anderen Eigentümern, von Landwirten bis zur Kirche. Die DZ geht davon aus, dass die Stadt bei der Vermarktung der Flächen eine Obergrenze vorgibt. "Wir rechnen damit, dass die Stadt Grevenbroich eine Grundstückspreisdeckelung möchte, um jungen Familien den Hausbau zu ermöglichen", sagt Eickenbusch.

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Preisangaben machen weder die DZ noch die Stadt, doch ein Vorbild könnte das Baugebiet "Verlängerte Königslindenstraße" in Neuenhausen sein. Dafür wurde im Erschließungsvertrag festgeschrieben, dass der Weiterverkauf an privat zu einem Preis erfolgen musste, der den Richtwert von damals 180 Euro je Quadratmeter um höchstens zehn Prozent übersteigt. Eine ähnliche Regelung für Gustorf würde natürlich auch den Kaufpreis für den Erschließungsträger begrenzen. "Es gibt unterschiedliche Vorstellungen, aber wir nähern uns an", sagt Eickenbusch, er erklärt aber auch: "Wenn wir eines der Schlüssel-Grundstücke nicht erwerben können, können wir als private Erschließungsträger nicht weitermachen.

Über das Baugebiet wird bereits seit rund 20 Jahren diskutiert. Zu Verzögerungen hatte nach NGZ-Information die Frage der Kostenübernahme für archäologische Untersuchungen geführt. Bereits vor Jahren waren die Archäologen auf steinzeitliche Funde gestoßen. Die DZ würde die erforderlichen Sondierungsuntersuchungen in Auftrag geben, "aber dafür brauchen wir ein hohes Maß an Sicherheit, dass wir die Grundstücke erwerben. Alles hängt vom ersten Schritt ab", sagt Eickenbusch.

Im Rathaus betont Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel, dass "das Baugebiet noch am Anfang steht". Im April hatte der Planungsausschuss die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. "Es ist noch nicht fest, ob für das Baugebiet ähnlich wie für Neuenhausen eine Preisobergrenze festgelegt wird und wie hoch sie ist." Diese Entscheidung treffe die Politik.

(NGZ)