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Grevenbroich: Gustorfer verärgert über Schäden durch Flugrost an ihren Autos

Grevenbroich : Gustorfer verärgert über Schäden durch Flugrost an ihren Autos

Bürger in Gustorf und Gindorf klagen über Flugrost auf ihren Autos. Einer der Betroffenen ist Jörg Hurtmann (38). "Ein Sachverständiger hat mir bescheinigt, dass es sich bei den Schäden eindeutig um Flugrost handelt", sagt er. "Wir vermuten, dass hier etwas in der Luft ist und die Lackschäden durch Emissionen verursacht werden." Insgesamt seien in seiner Nachbarschaft an der Südstraße sieben Fahrzeuge betroffen. Der Schaden betrage mehrere Tausend Euro.

Hurtmann selbst hat die Flugrostschäden erstmals vor knapp zwei Wochen festgestellt, seine Nachbarin Sarah Fröbel (33) bereits im Dezember. "Da war ich noch in einer Waschstraße und habe hinterher geschimpft, weil der Wagen nicht richtig sauber war", sagt sie. "Inzwischen weiß ich aber, dass die Waschstraße keine Schuld trifft." Jörg Hurtmann ist spürbar sauer. "Die Schäden müssen schließlich beseitigt werden, und das geht ins Geld", betont er.

Die Nachbarn treibt jetzt die Frage an, wie es zu den Flugrost-Schäden kommt. Verursacht wird dieser in der Regel durch kleine Metallpartikel, die sich im Lack festsetzen. Die Nachbarn fragen sich daher, ob es im nahegelegenen Kraftwerk Frimmersdorf zuletzt Arbeiten gegeben habe, bei denen solche Teile freigesetzt wurden. Bei RWE jedoch wird dies zurückgewiesen. Unternehmenssprecher André Bauguitte verweist darauf, dass am Standort zuletzt keine entsprechenden Arbeiten - wie sie zum Beispiel schon mal während sogenannter Revisionsarbeiten vorkommen können - durchgeführt wurden. "Es gab auch keine Arbeiten mit einem Sandstrahler oder Ähnlichem", sagt Bauguitte. RWE kündigt aber an, dass sich ein Sachverständiger mit den betroffenen Bürgern in Verbindung setzt und die Schäden ansieht.

Die Stadt verweist bei Anfragen zu Emissionen und möglichen Ursachen für den Flugrost auf den Rhein-Kreis Neuss. "Dort liegt die Zuständigkeit", sagt Stadtsprecher Andreas Sterken. Beim Rhein-Kreis Neuss ist bislang nichts über die Problematik bekannt.

(abu)