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Grevenbroich: Gustorfer modernisieren das Schützenfest

Grevenbroich : Gustorfer modernisieren das Schützenfest

Die Bürgerschützen erarbeiten ein Konzept, mit dem wieder mehr Besucher zu den Veranstaltungen während des Schützenfestes gelockt werden sollen. Unter anderem sollen das Festzelt und der Kirmesplatz umgestaltet werden.

Die Gustorfer Bürgerschützen rüsten sich für die Zukunft. Der Vorstand um Präsident Hans Voigt diskutiert zurzeit Ideen, wie das Fest mehr Anziehungskraft und Strahlkraft nach außen entwickeln kann. "Wir haben ein Problem, das die meisten anderen Schützenvereine auch haben: Die Besucherzahlen gehen zurück - und wir müssen Wege finden, diesen Trend umzukehren", sagt Hans Voigt. "Im Vergleich zur Zeit vor zehn Jahren kommen etwa ein Drittel Besucher weniger. Das ist vor allem an Tagen mit normalerweise vielen externen Gästen zu spüren." Einen Grund sehen die Schützen darin, dass das Veranstaltungsangebot im Umfeld der Vereine stetig gewachsen ist. "Diesem Wettbewerb müssen wir uns stellen."

Die Marschroute beim Bürgerschützenverein (BSV) Gustorf ist daher klar. Es soll ein Konzept her, um das Schützenfest attraktiver zu machen. Pressewart Sven Schumacher arbeitet in dem Gremium mit, das Ideen sammelt und auf ihre Machbarkeit prüft. "Wir müssen auf das Gleichgewicht von Tradition und Innovation achten", sagt er. "Es bringt nichts, eine Discoveranstaltung zu machen, mit der wir zwar viele Jugendliche locken, dafür aber unsere älteren Mitglieder nicht auf ihre Kosten kommen oder wir sie sogar vergraulen. Das kann nicht der Weg sein." Bei der konzeptionellen Arbeit stellt sich daher die Frage, wie der Spagat, alle Generationen anzusprechen, gelingt. "Sowohl das traditionelle Vereinsleben als auch die heute notwendigen Innovationen sind unverzichtbar für den erfolgreichen Bestand eines Vereins", erklärt Hans Voigt.

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Da ist es gut, dass es an Ideen nicht mangelt. "Wir beschäftigen uns zum einen damit, welche Einzelkünstler, Tanzbands oder Showacts unserem Programm bei den Abendveranstaltungen im Zelt noch einmal eine zusätzliche Attraktivität verleihen können", sagt Schumacher. "Darüber hinaus möchten wir aber auch das Zelt an sich umgestalten - von der Lichttechnik über die Soundanlage bis hin zu neuen Angeboten wie einer Cocktail- oder einer Weinbar." Punkt drei auf der Agenda: der Kirmesplatz. "Wir möchten ihn neu gestalten - von der Wegeführung über die Aufteilung bis hin zu attraktiveren Fahrgeschäften. Dazu werden wir in Kürze intensive Gespräche mit den Schaustellern und dem Ordnungsamt führen", erklärt Geschäftsführer Thomas Holz. Wichtig ist den Gustorfer Schützen, das Angebot insgesamt zu stärken. "Es ist nicht unser Ziel, eine Veranstaltung punktuell rauszugreifen. Das Fest soll mit all seinen Programmpunkten von Samstag bis Dienstag attraktiver werden", betont Schumacher. Ein Puzzle wirkt schließlich auch immer nur als Gesamtbild und nicht, weil ein Teil besonders hübsch ist.

Oberst Peter-Josef Pfeiffer betont, an wie vielen Stellschrauben der Vorstand dreht. ""Von Gestaltungsfragen zum Schützenfestprogramm und dem Kirmesplatz über Wirtschafts- und Genehmigungsfragen, bis hin zu Fragen, die das Vereinsleben betreffen - wie die Förderung des Fackelbaus - reichen die Aufgaben, die den Vorstand beschäftigen und an denen mit viel Engagement gearbeitet wird."

(NGZ)