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Grevenbroich: Grüner Biergarten für Schützen

Grevenbroich : Grüner Biergarten für Schützen

Weil die Feuerwehr mehr Platz braucht, können die Grevenbroicher Schützen ihr Fest verbessern. Da das Zelt erstmals spiegelverkehrt aufgebaut werden muss, entsteht auf der Platanenallee ein klassischer Biergarten.

Manchmal kann aus einer Not eine Tugend werden. Das jüngste Beispiel liefert der Bürgerschützenverein Grevenbroich. Um Platz für die Rettungswege der Feuerwehr zu schaffen, muss er sein Festzelt erstmals spiegelverkehrt aufstellen. Ärger gibt es deswegen jedoch nicht — im Gegenteil: "Daraus ergibt sich eine interessante Möglichkeit, mit der wir unser Fest sogar noch verbessern können", sagt Präsident Dr. Peter Cremerius.

Durch den Umbau wird die bislang in Höhe der Grundschule errichtete Außengastronomie des Festzelts auf die gegenüberliegende Seite wechseln. Genau dort befindet sich die Platanenallee, die von der Graf-Kessel-Straße zum Kindergarten führt. "Unter diesen Bäumen wird uns Zeltwirt Peter Barrawasser einen richtig schönen Biergarten mit Stehtischen, Sitzplätzen und drei Getränkepavillons aufbauen", berichtet Regimentsoberst Joachim Schwedhelm. Das Areal wurde bislang vom BSV nicht genutzt. Was Schützen-Chef Peter Cremerius für "ein bisschen seltsam" hält: "Eigentlich hätten wir auf diese gute Idee schon viel früher kommen müssen."

Im vergangenen Jahr gab es Aufregung wegen des Rettungsweges. Aufgrund neuester Sicherheitsbestimmungen benötigte die Feuerwehr für ihre große Drehleiter eine Zufahrt zum Hof der Grundschule. Die Folge: Die Außengastronomie des Zelts wurde verkleinert und mit einem hohen, fast 100 Meter langen Bauzaun umgeben. "Optisch war das nicht gerade schön", urteilt Peter Cremerius: "Man kam sich vor wie in einem Zoo."

In diesem Jahr soll alles besser werden. Die Platanenallee, die eigens für den Biergarten neu mit Rasen bepflanzt wurde, soll den Schützen und ihren Gästen die Gelegenheit bieten, sich unter schattigen Bäumen treffen zu können. "Das wird so aussehen, wie man sich einen klassischen Biergarten vorstellt", schwärmt Oberst Joachim Schwedhelm.

Wegen des Umbaus müssen sich die Zeltbesucher künftig an einen neuen Eingang gewöhnen. Er wird nicht mehr direkt am Kirmesplatz zu finden sein, sondern gegenüber der Kanzlei von Rechtsanwalt Lutz Bartsch. "An der Gestaltung ändert sich jedoch nichts", betont Joachim Schwedhelm: "Imbisswagen und Bierpavillon werden weiterhin direkt vor dem Eingang stehen." Was bleibt, ist auch die Größe des Zelts: "Mit 40 mal 70 Metern haben wir ohnehin die Kapazitätsgrenzen des Platzes erreicht. Ein größeres Zelt ist da nicht drin", sagt Cremerius.

Der Planenbau bietet exakt 1762 Sitzplätze — neu ist in diesem Jahr ein Tisch für "Veteranen", der vor der Empore stehen wird. "Wir wollen damit älteren Schützen, die keinem Zug mehr angehören, einen Treff anbieten", erklärt Schwedhelm. Oberst und Präsident sind nun gespannt, wie dieser Tisch angenommen wird.

(NGZ)