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Grevenbroich: Grüne wollen weitere Verbote für Lastwagen

Grevenbroich : Grüne wollen weitere Verbote für Lastwagen

Die Grünen machen sich für ein Lkw-Verbot in Kapellen und Wevelinghoven stark. Damit sollen die Ortsdurchfahrten vom Schwerlastverkehr entlastet werden. Das Thema wurde jetzt vom Rat in eine der nächsten Fachausschusssitzungen verwiesen.

Trotz des Autobahnnetzes um Grevenbroich: Viele Lastwagenfahrer suchen immer noch eine Abkürzung durch die Orte, auch um die Maut zu sparen. "Das belastet viele Anwohner, daher sollten die Hauptverkehrswege für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werden", erklärt Grünen-Fraktionschef Dirk Gawlinski. Nachdem etwa in Hülchrath, Hemmerden und Noithausen Schilder aufgestellt wurden, soll es künftig weitere in Kapellen und Wevelinghoven geben.

5500 Fahrzeuge auf der Talstraße

Der Vorschlag der Grünen: In Kapellen sollen Verbotszeichen am Kreisverkehr (Talstraße) und an der Neusser Straße (Höhe ehemalige Nato-Kaserne) aufgestellt werden, in Wevelinghoven an der Langwadener Straße (Ortseinfahrt). "Parallel dazu muss kontrolliert werden, ob das Lkw-Verbot auch eingehalten wird", meint Dirk Gawlinski. Der Anlieferverkehr soll weiterhin zugelassen werden.

Die Grünen lehnen die (auf Eis liegende) Ortsumgehung L361n ab und sehen im Lkw-Verbot eine Alternative. Damit würden nicht nur die Anlieger entlastet, es könnten auch kritische Verkehrssituationen entschärft werden – etwa auf der engen Straße "Am Wehr" in Wevelinghoven. Nach Darstellungen der Bündnisgrünen gibt es täglich 5500 Fahrzeugbewegungen auf der Talstraße in Kapellen, der Anteil des Lastwagenverkehrs liege dort bei 1,8 Prozent.

(NGZ)