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Grevenbroich: Grüne wollen Lärmschutz an A540

Grevenbroich : Grüne wollen Lärmschutz an A540

Öko-Partei beschäftigt sich mit geplantem interkommunalen Gewerbegebiet.

Bei einer Tagung im Auerbachhaus beschäftigen sich die im Regionalrat vertretenen Mitglieder der Grünen jetzt mit dem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet, das Grevenbroich und Jüchen am Stadtrand gemeinsam realisieren wollen. Zu einer abschließenden Bewertung kam die Öko-Partei aber noch nicht. "Die Grundstimmung gegenüber diesem Projekt ist aber gut", meint der Kapellener Ratsherr Dieter Dorok, der an dem Treffen teilnahm.

Im Fokus der Gespräche stand das geplante Container-Terminal, das zwischen dem Gewerbegebiet, der Bahnstrecke und der Autobahn entstehen soll. "Auf den ersten Blick ist der Standort weniger kritisch", sagt Dorok. Eine endgültige Stellungnahme könne jedoch erst dann abgegeben werden, wenn die Lärmgutachten vorliegen, die im Rahmen der Bauleitplanung erstellt werden.

"Wir verbinden mit dem interkommunalen Gewerbegebiet neue umweltfreundliche Arbeitsplätze sowie zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen", erklärt Dieter Dorok. Allerdings müsse auch gewährleistet werden, dass für Grevenbroicher Bürger keine zusätzlichen Lärmbelästigungen entstehen. Durch das Gewerbegebiet mitsamt Terminal könne auf der Autobahn 540 zusätzlicher Schwerlastverkehr entstehen, der die Ruhe der Anwohner in Elsen, Elfgen oder Laach störe. "Hier muss man sich frühzeitig Gedanken über geeignete Lärmschutzmaßnahmen machen", betont Dorok.

Bei der Tagung lag den Grünen auch eine Stellungnahme von RWE zum Gewerbegebiet vor. Das Unternehmen wies darauf hin, dass das Areal zum Teil auf dem aufgeschütteten Boden des Tagebaus Garzweiler liege. Im Bereich der ehemaligen Böschungen müsse mindestens fünf Meter Kippenboden unter den Fundamenten sein, sonst komme es zu Setzungsschäden. Bauten wie Hochregallager könnten dort nicht errichtet werden.

"Hier erwarten wir aber keine Probleme", sagt Dieter Dorok. Die Nachbarstadt Bedburg habe mit RWE bewiesen, dass sich attraktive Gewerbegebiete auf ehemaligen Tagebauen realisieren lassen.

(NGZ)