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Grevenbroich: Grüne: Stadt soll Überdachung für Grevenbroicher Marktplatz prüfen

Grevenbroich : Grüne: Stadt soll Überdachung für Grevenbroicher Marktplatz prüfen

Der Marktplatz vorm Rathaus soll mehr belebt werden - etwa durch die Ansiedlung neuer Gastronomie in den Rathaus-Araden, die sich mit Tischen und Stühlen auch auf den Markt ausbreiten kann.

Darüber denkt Bürgermeister Klaus Krützen derzeit nach. Die Grünen-Ratsfraktion macht dazu jetzt einen neuen Vorschlag: Die Stadtverwaltung solle Möglichkeiten prüfen, "im Rahmen der Planungen zur Umgestaltung der Rathaus-Arkaden Teile des Marktplatzes zu überdachen", heißt es in einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen für die Stadtratssitzung heute Abend.

"Denkbar wäre zum Beispiel ein Segelsystem, das bei schlechtem Wetter oder bei starker Sonne ausgefahren wird", erläutert Fraktionschef Dirk Gawlinski. Das würde "die Attraktivität des Marktplatzes und damit die Besucherfrequenz erheblich steigern". Die Grünen versprechen sich davon einen positiven Impuls für die Innenstadt-Entwicklung.

Die Fraktion beantragt nicht nur die Rathaus-Arkaden in die Überlegungen einzubeziehen, sondern gleich den kompletten Marktplatz, um die Rahmenbedingungen für den "Feierabendmarkt, Wochenmarkt, den Weihnachtsmarkt, die Gastronomie und sonstige Open Air-Veranstaltungen zu verbessern." Dabei müssten alle Maßnahmen "mit der Kirche abgesprochen werden", betont Gawlinski - der katholischen Kirchengemeinde gehört der "Großteil des Marktplatzes".

Eine Überdachung eines Teils der Fläche, beispielsweise zu den Rathaus-Arkaden hin, würde Gastronomie beziehungsweise Veranstaltungen auch bei schlechterem Wetter ermöglichen. "Zum Beispiel beim Feierabendmarkt. Bislang hatten wir meistens Glück, herrschte an den Abenden gutes Wetter - aber das muss nicht immer so sein", sagt Gawlinski.

Bleibt die Frage des Geldes: Für die Finanzierung eines Dachprojekts sollten laut Grünen Möglichkeiten etwa durch einen Investor, durch die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), Eigentümerin des neuen Rathauses, oder im Rahmen einer Public Private Partnership (PPP), einem öffentlich-privaten Partnerschaftsmodells, ausgelotet werden. Gawlinski kann sich eine Kooperation auch mit neuen und alten Gastronomiebetrieben am Marktplatz vorstellen.

Wie die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion berichtete, wird das Restaurant "Schneebesen" etwa zur Mitte des Jahres die Ladenfläche unter dem Rathaus verlassen, auch der Teeladen nebenan ziehe aus. SEG und Bürgermeister denken zurzeit über die Nachnutzung nach.

(cso-)