Grüne lehnen weitere Zuschüsse für das Bad in Neukirchen ab

Schwimmen in Grevenbroich : Grüne lehnen Zuschüsse für Neukirchener Bad ab

„Kaum sehen einige Politiker des Rates sowie der Bürgermeister einen kleinen Silberstreif am Himmel der städtischen Haushaltsmisere, schon werden wieder Geschenke verteilt“, kritisieren die Grünen.

Die Grünen-Fraktion ist gegen eine Fortsetzung des Energiekostenzuschusses für das Neukirchener Hallenbad für fünf Jahre. CDU, SPD und Stadtverwaltung hatten am Dienstag vorgeschlagen, dass die Stadt jedes Jahr weiterhin 60.000 Euro zahlt, damit das Bad bis 2023 geöffnet bleiben kann. Von einer „zu teuren Rettung“, spricht dagegen Grünen-Fraktionschef Dirk Gawlinski. „Kaum sehen einige Politiker des Rates sowie der Bürgermeister einen kleinen Silberstreif am Himmel der städtischen Haushaltsmisere, schon werden wieder Geschenke verteilt“, kritisieren die Grünen.

Gawlinski erinnert daran, dass der Zuschuss der Stadt für das Bad des TV Jahn Kapellen eigentlich im Jahr der Eröffnung des neuen Schlossbades beendet werden sollte. „Dies war vom Landrat als eine der Bedingungen genannt worden, damit das Schlossbad neu gebaut werden konnte.“ Weitere Kritik der Grünen: Die „beiden Kirchturm-Politiker aus Neukirchen, Kaiser und Krützen“, hätten ihren Vorstoß nicht mit dem Rat abgestimmt. „Das Publikmachen dieses noch Vorschlags dient nur dazu, einen Keil in Haupt- und Finanzausschuss und Rat zu treiben.“ Der Bürgermeister mahne die Ratsmitglieder immer, „Mut für Entscheidungen aufzubringen, die für die Bürger schmerzhaft sein könnten und für jede zusätzliche Ausgabe eine Gegenfinanzierung vorzulegen“, zitiert Gawlinski. Nun setze Krützen „für sich, mit dem CDU-Fraktionschef, diese Vorgabe außer Kraft.“ Schließlich handele es sich bei dem Zuschuss um eine „nicht erlaubte freiwillige Leistung.“

Für nicht stichhaltig halten die Grünen das Argument, auch wegen der zunehmenden Zahl von Nichtschwimmern und der tödlichen Badeunfälle das Bad als zusätzliche Wasserfläche für Kurse bereitzuhalten. Das Argument treffe für die ganze Bundesrepublik zu, „ein Nachweis, der sich auf unsere Stadt bezieht, fehlt.“ Das Schlossbad sei für den Schwimmunterricht ausreichend, zudem gebe es das Bad in der Realschule. Die Grünen betonen, dass „wir aus unserer Stadtkasse nicht Schwimmwünsche aus Dormagen oder Neuss befriedigen“ sollten. Denn der TV Jahn hatte von Anfragen auch von außerhalb der Stadt berichtet.

(cco-)
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